Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Psychologie & Gesundheit
Ist Schokolade gesund?
Die Kuna-Indianer in Panama haben einen außergewöhnlich niedrigen Blutdruck – selbst bis ins hohe Alter. Sie leben auf einer Insel namens San Blas. Ihr gesunder Wert verändert sich in der Regel nur, wenn sie aufs Festland ziehen. Das ließ Wissenschaftler aufhorchen. Sie stellten fest: Auf ihrer Heimatinsel trinken die Kuna literweise selbst angebauten, nur wenig behandelten Kakao, auf dem Festland nicht.
Die rohe Kakaobohne enthält zweimal so viel Flavonoide wie Rotwein und viermal so viele wie Tee. Flavonoide sind hilfreiche Pflanzenchemikalien und binden als Antioxidantien freie Radikale im menschlichen Körper. So senken sie den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Die Flavonoide stimulieren die Produktion von Stickoxid, das die innere Schicht der Blutgefäße entspannt und so das Blut schneller in die Extremitäten fließen lässt.
Norman Hollenberg, Professor an der Harvard Medical School, wies in einem Experiment nach, dass eine Tasse flavonoidhaltigen Kakaos die Blutzufuhr zum Gehirn um 33 Prozent steigerte. Das birgt Hoffung für Millionen von Opfern so genannter vaskulärer Demenz, die nicht – wie oft diagnostiziert – etwa durch Alzheimer, sondern durch zu geringen Blutfluss zum Gehirn verursacht wird.
Erstaunlicherweise könnte reine Schokolade sogar für Diabetiker, die unter geringer Blutzufuhr in Arme und Beine leiden, Hilfe bringen. Leider überleben so gut wie keine Flavonoide den industriellen Prozess von der Umwandlung der bitteren Kakaobohne bis zum köstlich süßen Schokoriegel. Sie werden bei der Fermentierung der Bohnen und der Erhitzung der Kakaomasse zerstört.
Doch die Schokoladenkonzerne haben das Marktpotenzial erkannt. Sie suchen mit Feuereifer nach Wegen, flavonoidhaltige Schokolade schmackhafter zu machen. Denn ausgerechnet die Flavonoide machen Rohschokolade bitter. Die schweizerische Barry Callebaut AG, zu der die Marke Sarotti gehört, arbeitet an einem Verfahren, die Flavonoide früh der Bohne zu entziehen und später der fast fertigen Schokolade wieder hinzuzufügen.
Der amerikanische Schokoladenriese Mars bietet bereits den flavonoidreichen Schokoriegel Cocoavia an – der bislang aber nur über das Internet zu beziehen ist. Die Gesundheitsschokolade besteht aus einer recht dünnen Schicht Schokolade auf einem Puffreis-Riegel und schmeckt süß und bitter zugleich. Also nicht zu früh freuen: Bis zartschmelzende Vollmilchschokolade Gesundheitsvorteile versprechen kann, vergehen noch Jahre.
























