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Kultur & Gesellschaft

Ist Kunst eine gefährliche Wertanlage?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ist Kunst eine gefährliche Wertanlage?Ist Kunst eine gefährliche Wertanlage?
iStockphoto

Ein ziemlich riskantes Terrain ist der Kunstmarkt heute selbst für Kenner. Weil bei Auktionen mitunter gigantische Summen im Spiel sind, zieht der Markt Fälscher an wie das Licht die Motten.

Hinter weit mehr als der Hälfte aller am Markt befindlichen Gemälde oder Skulpturen vermuten Insider Fälscher oder falsche Zuschreibungen. Wer das Werk eines unbekannten Künstlers des 16. Jahrhunderts dank stilistischer Ähnlichkeiten erfolgreich als einen echten Rembrandt anbietet, kann seinen Gewinn in exorbitante Höhen treiben.

Besonders übel hat es den spanischen Surrealisten Salvador Dalí erwischt: Weil der exzentrische Künstler im Akkord Blankopapierbögen signierte, wurden schon Zehntausende falsche Druckgrafiken mit seinem Namen sichergestellt. Bis zu neun von zehn Werken Dalís sollen gar nicht von seiner Hand stammen.

Auch Profis fallen auf Fälschungen herein: So produzierten drei englische Sozialhilfeempfänger vor ein paar Jahren in einer Gartenlaube reihenweise »echte« Kunstwerke. Der Betrug flog erst auf, als sie dem British Museum einen »antiken« assyrischen Steinfries verkaufen wollten – mit Rechtschreibfehlern in der Inschrift. Das Art Institute of Chicago hatte da weniger Glück. Für 125 000 Dollar hatte es denselben Männern 2001 das Imitat einer Skulptur des Franzosen Paul Gauguin (1848 – 1903) abgekauft und diesen Flop euphorisch gefeiert – als »eine der wichtigsten Neuerwerbungen der vergangenen 20 Jahre«.

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