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»Mein Herz gehört den Unterdrückten«
Interview mit Ken Follett
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Der britische Bestseller-Autor Ken Follett hat sein bisher größtes Projekt begonnen: Er gießt die Geschichte des 20. Jahrhunderts in drei epische historische Romane. »Sturz der Titanen«, der erste Band, erscheint im September (Lübbe Verlag, circa 1150 Seiten, 28,– Euro, auch als Hörbuch erhältlich). Der Roman erzählt die Geschichte dreier Familien kurz vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg. Bisher feierte der 61-jährige Ken Follett mit Thrillern große Erfolge – ebenso wie mit den Mittelalter-Romanen »Die Säulen der Erde« und »Die Tore der Welt«. P.M. HISTORY traf den Autor in einem Londoner Club und sprach mit ihm über historische Romane, die Bedeutung von Zeitzeugen und die aktuelle britische Politik.
P.M. HISTORY: Seit wann tragen Sie die Idee mit sich, ein Epos über das 20. Jahrhundert zu schreiben? Ein so aufwendiges Projekt braucht doch sicher einen langen Vorlauf.
Ken Follett: Vor vielen Jahren dachte ich schon einmal daran, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive der Geheimdienste zu erzählen. Als nun »Die Tore der Welt« so einen schönen Erfolg bei den Lesern hatte, wollte ich nicht, wie nach den »Säulen der Erde«, zurück zum Thriller-Genre. Ich war auf den Geschmack gekommen, etwas Längeres zu schreiben. Ein kurzes Buch ist wie ein Schnappschuss, der die Figuren an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben zeigt. Es umfasst nur ein paar Tage oder einen Monat, vielleicht ein Jahr. In einem Buch von der Länge von »Sturz der Titanen« dagegen sehen Sie einen großen Teil aus dem Leben der Menschen und beginnen, ihre Bestimmung zu verstehen.
Warum wollten Sie sich vom Mittelalter verabschieden?
Ich interessiere mich sehr für das Mittelalter und schreibe auch gerne über diese Epoche, aber ich hatte für »Die Tore der Welt« quasi drei Jahre lang im Mittelalter gelebt. Ich wollte etwas anderes machen. Daher habe ich meine alte Idee wieder aufgegriffen. Dann dachte ich mir: Das Thema muss ja nicht nur der Krieg sein, es kann ja um all die Dinge gehen, die erst zum Krieg führen. Und die Konsequenzen nach einem Krieg. Dieses wuchs sich dann in das zugegebenermaßen sehr ehrgeizige Projekt aus, die Geschichte des 20. Jahrhunderts in einer Trilogie zu erzählen.
Ist es nicht anachronistisch, in Zeiten der Internet-Kurztexte und mobilen Express-Kommunikation eine Trilogie von dreimal 1000 Seiten zu planen?
P.M. HISTORY: Seit wann tragen Sie die Idee mit sich, ein Epos über das 20. Jahrhundert zu schreiben? Ein so aufwendiges Projekt braucht doch sicher einen langen Vorlauf.
Ken Follett: Vor vielen Jahren dachte ich schon einmal daran, die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive der Geheimdienste zu erzählen. Als nun »Die Tore der Welt« so einen schönen Erfolg bei den Lesern hatte, wollte ich nicht, wie nach den »Säulen der Erde«, zurück zum Thriller-Genre. Ich war auf den Geschmack gekommen, etwas Längeres zu schreiben. Ein kurzes Buch ist wie ein Schnappschuss, der die Figuren an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben zeigt. Es umfasst nur ein paar Tage oder einen Monat, vielleicht ein Jahr. In einem Buch von der Länge von »Sturz der Titanen« dagegen sehen Sie einen großen Teil aus dem Leben der Menschen und beginnen, ihre Bestimmung zu verstehen.
Warum wollten Sie sich vom Mittelalter verabschieden?
Ich interessiere mich sehr für das Mittelalter und schreibe auch gerne über diese Epoche, aber ich hatte für »Die Tore der Welt« quasi drei Jahre lang im Mittelalter gelebt. Ich wollte etwas anderes machen. Daher habe ich meine alte Idee wieder aufgegriffen. Dann dachte ich mir: Das Thema muss ja nicht nur der Krieg sein, es kann ja um all die Dinge gehen, die erst zum Krieg führen. Und die Konsequenzen nach einem Krieg. Dieses wuchs sich dann in das zugegebenermaßen sehr ehrgeizige Projekt aus, die Geschichte des 20. Jahrhunderts in einer Trilogie zu erzählen.
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