Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
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Geheimdienste
Immer einen Schritt voraus?
Sie arbeiten im Verborgenen und setzen modernste Hilfsmittel ein, um Extremisten rechtzeitig stoppen zu können: Was Bundeskriminalamt und Geheimdienste leisten, geht uns alle an - und wird doch kaum je bekannt
Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Die wahre Identität zu offenbaren ist nicht möglich. Und man muss bereit sein, sein Zuhause auf unbestimmte Zeit zu verlassen.
Doch was er bis zur Ankunft am Flughafen erzählt, ist höchst brisant: »Die Öffentlichkeit erfährt nur von einem Bruchteil der Bedrohung, die tatsächlich herrscht«, sagt Ralf. »Niemand kann sich vorstellen, wie viele Einsätze wir fahren, wie oft buchstäblich in letzter Sekunde ein Anschlag vereitelt wird.« Bei der Wahl der Waffen sei man in Deutschland nicht zimperlich. »Wir hätten keine Chance, wenn wir nicht ganz unbürokratisch Zugang zu persönlichen Daten und Nummern bekommen würden«, so der BKA-Ermittler weiter, »da sind die Behörden Gott sei Dank kooperativ.« Geduldig beantwortet Ralf die neugierigen Fragen nach dem Leben im Dienste der Terrorbekämpfung. Man müsse auf alle Fälle flexibel sein, sagt er, und dürfe sich im Privatleben nicht zu fest binden. Nur die wenigsten würden seine wahre Identität kennen, und man müsse jederzeit bereit sein, sein Heim auf unbestimmte Zeit zu verlassen. »Kann sein, dass du gerade in Köln jemanden beschattest, und dann kommt ein Alarm in Frankfurt und du bist dann ewig dort, danach vielleicht wieder Berlin.« Das BKA arbeite dezentral und, wie Ralf findet, sehr effektiv.
»Wir haben natürlich auch Zugriff auf extrem viele Kameras in Deutschland. Im neuen Stadion in München-Fröttmaning können wir mit den Überwachungskameras jeden Platz einzeln einsehen. Deswegen ist es gut, wenn die Karten personalisiert sind. Dann wissen wir, auf welchem Platz die verdächtige Person sitzt.« Und noch eine kleine abschreckende Warnung an alle potenziellen Straftäter: »Egal ob prepaid oder nicht, wir können jedes Handy orten und abhören. « Der durchtrainierte Mann liebt seinen Beruf: »Da kommt nicht jeder hin. Du kannst dich, wie ich, aus dem Polizeidienst dahin melden. Es gibt zwar nicht so wahnsinnig viel mehr Geld. Dafür ist kein Tag wie der andere. « Und noch etwas: Der Beruf hat Zukunft. »Die Bedrohungslage in Deutschland nimmt eher zu. Besonders gefährlich sind Einzeltäter. Sobald zwei miteinander planen und darüber kommunizieren, finden wir sie. Aber einer, der allein was ausheckt, ist eigentlich nicht auffindbar.«
Am Ende unseres Gesprächs fragt Ralf: »Was machst du eigentlich?« Als ich sage, ich sei Journalist, zuckt er sichtlich zusammen. »Aber ich habe dir ja nichts erzählt, was nicht stimmt – oder Geheimnisse ausgeplaudert«, tröstet er sich. Reporterglück ... Terrorismus in Deutschland – das ist 2011 auf den ersten Blick eine transparente, saubere Sache. Das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter, die Verfassungsschutzorgane: Sie alle haben ihre Websites mit genau en Angaben, wie viele Straftaten in den vergangenen Jahren der rechts- oder linksextremistischen Szene zuzuordnen sind und was auf das Konto des islamistischen Terrorismus geht. Die Terrorbekämpfer beschäftigt aber in erster Linie Letzterer.
Lesen Sie den vollständigen Artikel im aktuellen P.M. Perspektive »Hinter den Kulissen von Deutschland« – noch bis 3. November 2011 im Zeitschriftenhandel.
- Geschichte & Politik
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- »Mich kann man leicht mundtot machen ...«

























