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Kriegerische Päpste

Im Zeichen des Kreuzes in die Schlacht!

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Für die Sicherung und den Einfluss des Kirchenstaates verwandelten sich die Päpste in tatkräftige Feldherren. Ob mit Hilfe von weltlichen Herrschern oder mit dem eigenen Heer – die Oberhäupter der Christenheit führten Krieg von Europa bis ins Heilige Land, gegen Gläubige und Ungläubige.

Hinter dem Beinamen »Il Terribile«, »der Schreckliche«, vermutet man nicht unbedingt einen Papst. Und dennoch ist es so. Julius II. (1503–1513) aus der Familie della Rovere wurde bereits von seinen Zeitgenossen so genannt; sie bescheinigten ihm sogar eine »geistige und körperliche Kraftnatur ungewöhnlichen Ausmaßes«. Er war ein Machtmensch, mehr Feldherr als Priester. Die kirchliche Karriere des jungen Giuliano della Rovere begann gemäß dem Spruch: »Wer den Papst zum Vetter hat, wird sicher Kardinal«. Bei Giuliano war es ein Onkel, Papst Sixtus IV. (1471–1484), der für den Schub sorgte. Im Jahr seiner Wahl erhob er den erst 28-jährigen Neffen zum Kardinal, setzte ihn danach in zwölf Diözesen als Bischof ein und ernannte ihn zum Erzbischof von Avignon. Übrigens: Er kümmerte sich auch nicht um das kirchliche Gebot der Keuschheit, denn in seiner Zeit als Bischof wurde Giuliano Vater von drei Kindern.

Auch seine Wahl zum Papst verlief nicht ganz einwandfrei, aber im Stil der Zeit: Giuliano kam durch Bestechung auf den Papstthron. Die bischöflichen Pfründe hatten ihm ein beträchtliches Vermögen eingebracht, das er im November 1503 gewinnbringend einsetzte: Nach nur eintägigem Konklave war er Papst. Sofort danach verbot er per Dekret den Kauf und Verkauf kirchlicher Ämter (Simonie), erklärte jede auf diese Weise erfolgte Papstwahl für ungültig und drohte bestechlichen Wählern strenge Kirchenstrafen an. Viele seiner Nachfolger hielten sich allerdings nicht an sein Simonieverbot.

Ansonsten beschäftigte sich Julius II. kaum mit innerkirchlichen Problemen. Er hatte anderes im Sinn. Kurz nach seiner Thronbesteigung erklärte er seinem Landsmann Niccolò Machiavelli (1469– 1527), bekannt für seine politischen Schriften, er werde den Kirchenstaat notfalls mit Gewalt wieder zusammenführen.
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