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Das Dschungel-Gespenst
Ho Chi Minh
Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Er ist der geheimnisvollste Revolutionär aller Zeiten: 50 seiner konspirativen Namen sind heute bekannt, wie viele er wirklich hatte, weiß keiner. Er schien stets er an mehreren Orten gleichzeitig im Dschungel Indochinas zu kämpfen, keiner wusste, wo er tatsächlich war und was er gerade tat. Bei alledem verfolgte er unbeirrt nur ein Ziel: Seine Heimat von den Besatzern zu befreien – es gelang ihm erst posthum. In Vietnam wird er heute verehrt wie ein Heiliger.
Eine Handvoll Erde ist die meistbestaunte Reliquie im Revolutionsmuseum von Saigon, auch Ho-Chi-Minh-Stadt genannt. Sie soll er geküsst haben, als er Ende Januar 1941 zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder heimatlichen Boden betrat: Der hagere Mann mit dem Zauselbart warf sich zu Boden, weinte und küsste die Erde zu seinen Füßen. Und er nannte sich fortan Ho Chi Minh – „Der die Erleuchtung bringt“. Ob es wirklich so war? Keiner weiß das genau, wie so Vieles im Leben des vietnamesischen Revolutionärs und Staatsgründers liegt es im Dunkeln, verschleiert und vernebelt von ihm selbst, dem Mann, der mehr als 50 Namen hatte und einer der größten Geheimniskrämer des 20. Jahrhunderts war. Eindeutig fest steht jedoch, dass es ihm überhaupt nicht recht gewesen wäre, die Erde im
Museum zu präsentieren.
Genau an der Stelle des Ba-Dinh-Platzes in Saigon, an der Ho am 2. September 1945 die Unabhängigkeitserklärung Vietnams verlas, steht heute eines der größten Mausoleen der Welt, viermal so groß wie das des kommunistischen Urvaters Lenin in Moskau. Darin gibt es neben dem einbalsamierten Präsidenten allerlei Devotionalien: ein Gefängnistagebuch (fünf US-Dollar), ein Buch über seine Kindheit (vier Dollar) und sein Testament (zwei Dollar). Darin wünscht er, dass seine Asche über das Land verstreut werden möge und verbittet sich jeden Personenkult. Stattdessen liegt er aufgebahrt unter Glas, sein Portrait prangt auf jedem Geldschein des Landes, und die Kinder lernen in der Schule alles über Bac Ho (Onkel Ho).
Eine Handvoll Erde ist die meistbestaunte Reliquie im Revolutionsmuseum von Saigon, auch Ho-Chi-Minh-Stadt genannt. Sie soll er geküsst haben, als er Ende Januar 1941 zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder heimatlichen Boden betrat: Der hagere Mann mit dem Zauselbart warf sich zu Boden, weinte und küsste die Erde zu seinen Füßen. Und er nannte sich fortan Ho Chi Minh – „Der die Erleuchtung bringt“. Ob es wirklich so war? Keiner weiß das genau, wie so Vieles im Leben des vietnamesischen Revolutionärs und Staatsgründers liegt es im Dunkeln, verschleiert und vernebelt von ihm selbst, dem Mann, der mehr als 50 Namen hatte und einer der größten Geheimniskrämer des 20. Jahrhunderts war. Eindeutig fest steht jedoch, dass es ihm überhaupt nicht recht gewesen wäre, die Erde im
Museum zu präsentieren.
Genau an der Stelle des Ba-Dinh-Platzes in Saigon, an der Ho am 2. September 1945 die Unabhängigkeitserklärung Vietnams verlas, steht heute eines der größten Mausoleen der Welt, viermal so groß wie das des kommunistischen Urvaters Lenin in Moskau. Darin gibt es neben dem einbalsamierten Präsidenten allerlei Devotionalien: ein Gefängnistagebuch (fünf US-Dollar), ein Buch über seine Kindheit (vier Dollar) und sein Testament (zwei Dollar). Darin wünscht er, dass seine Asche über das Land verstreut werden möge und verbittet sich jeden Personenkult. Stattdessen liegt er aufgebahrt unter Glas, sein Portrait prangt auf jedem Geldschein des Landes, und die Kinder lernen in der Schule alles über Bac Ho (Onkel Ho).
Autor/in: Karsten Flohr
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