Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
Die geheimen Supersinne des Internets
Sind alle Menschen von Natur aus Egoisten?
Die fliegende Sternwarte
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Hightech-Butzenfenster
Leuchtende Tapeten oder Fenster, die je nach Belieben die Farbe wechseln: Heute blau, morgen rot und übermorgen weiß? Das ist kein avantgardistisches Kunstprojekt, auch keine aufwendige Licht-Installation. Diese Art von Beleuchtung soll bald Einzug in unsere Wohnzimmer halten und könnte unsere Lichtkultur grundlegend verändern.
Organische Leuchtdioden (OLED) sind, im Unterschied zu herkömmlichen Glühbirnen oder LEDs, Flächenstrahler. Der Vorteil: Sie verbrauchen viel weniger Strom und erzeugen genauso viel Licht pro Watt wie Energiesparlampen. Im Einsatz sind sie bereits als Displays bei Mobiltelefonen. In Zukunft soll sich das Anwendungsgebiet der OLEDs vergrößern. Die hauchdünnen Scheiben sind praktisch überall einsetzbar.
Die rechteckigen Lichtscheiben sind millimeterdünn und federleicht. Herzstück einer OLED sind mehrere Kunststoffschichten – hundertmal dünner als ein menschliches Haar. Sie liegen zwischen den elektronischen Kontaktflächen, sind sozusagen Käse und Wurst in dieser Sandwich-Konstruktion. Beim Fließen eines Stroms leuchten die Schichten auf. Zum Erzielen von Farbeffekten werden die verschiedenen Schichten miteinander kombiniert. So entsteht beispielsweise weißes Licht aus roten, grünen und blau leuchtenden Schichten. Momentan erreichen OLEDs eine Lebensdauer von 5000 Stunden – das Fünffache einer Glühlampe.
Ob Wände oder Möbel, Fenster oder Decken, die neuen Leuchten lassen sich künstlerisch und visionär vielfältig einsetzen. Als Deckenleuchten spenden die OLEDs ein diffuses Licht, vergleichbar mit der Beleuchtung durch indirektes Tageslicht. Die neuen Leuchtquellen haben ein breites Lichtspektrum und geben die Farben sehr natürlich wieder. Ein Ladenbesitzer, der eine OLED-Decke installiert, kann sich für kühles oder warmweißes Licht entscheiden. Werden die Leuchten ausgeschaltet, sind die Oberflächen mattweiß oder spiegelnd.
Derzeit arbeitet die Technik noch daran, die OLEDs transparent und biegsam zu machen. Dann könnten in einigen Jahren OLED beschichtete Fenster oder Türen wahlweise leuchten oder glasklaren Durchblick gewähren (Foto: Osram).























