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Naturschutz

Helfer für Wal, Specht und Co.

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Sie setzen sich für bedrohte Tiere und Pflanzen ein und kämpfen für den Erhalt der Umwelt: Das ist das gemeinsame Ziel der großen Naturschutzorganisationen. Doch was unterscheidet
sie eigentlich voneinander?

Malerisch ragt der Drachenfels bei Königswinter über den Rhein. Hier, so berichtet die Nibelungensage, hat Siegfried einst einen Drachen getötet. Dass der Berg noch steht, liegt am Erfolg einer der ersten Bürgerinitiativen: Wohlhabende Anwohner protestierten vor 170 Jahren dagegen, dass die sagenumwobene Bergkuppe weiter als Steinbruch genutzt wurde. Ergebnis: 1836 kaufte der preußische Staat den Drachenfels, um seine Schönheit zu bewahren. So entstand das erste Naturschutzgebiet Deutschlands.

Die frühen Naturschützer setzten sich auch für attraktive oder seltene Tiere wie Nachtigallen, Schwäne und Störche ein. Obendrein sollten gängige Singvögel geschützt werden, weil sie Ungeziefer vertilgen. Rund 50 Jahre später fordert die zunehmende Industrialisierung weitere Naturfreunde heraus: 1888 prägt der Berliner Musikprofessor Ernst Rudorff das Wort »Naturschutz« und gründet den »Bund Heimatschutz«. Er will bäuerliche und gartenähnliche Landschaften erhalten, die als typisch deutsch angesehen werden. Zugleich wettert er gegen Industriebarone, die in solchen Gebieten übelriechende Fabriken betreiben.

Zur gleichen Zeit wird Lina Hähnle aktiv, die Frau eines einflussreichen Filzfabrikanten in Giengen (Baden-Württemberg). Zuerst richtet sie eine Krippe für Arbeiterkinder ein. 1899 gründet sie in Stuttgart den Bund für Vogelschutz. Lina Hähnle ist entsetzt über die »thörichte« Mode ihrer Zeit, Damenhüte mit Federn seltener Vögel zu verzieren. Für diesen Modetrend werden Paradiesvögel und Silberreiher in Massen abgeschlachtet.

Die Naturschutzpionierin setzt sich durch – und die Modeindustrie muss gewaltig Federn lassen. 38 Jahre lang steht die resolute Frau den Vogelschützern vor. Ihr Bund entwickelt sich zu Deutschlands ältestem Naturschutzverein, dem Deutschen Naturschutzbund (NABU).
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Autor/in: Marion Meier


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