Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
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Recycling
Hawaii aus Plastik
Müll gibt es im Meer reichlich. Schätzungen zufolge treiben allein über 100 Millionen Tonnen Plastikabfälle im Nordpazifik zwischen Hawaii und der US-Westküste. Dieser "Pazifische Garbage Patch" könnte jetzt bald verschwinden.
Das holländische Architektenteam WHIM unter der Leitung von Ramon Knoester hat eine originelle Idee: Es will aus dem großen Müllstrudel eine schwimmende Insel bauen. "Ursprünglich gab es nur die Idee zu einem solchen Konzept", erklärt Knoester. "Wir wollten zunächst herausfinden, ob es überhaupt möglich ist, so etwas zu bauen."
Das Ergebnis stieß auf reges Interesse. Vorstellbar ist eine Inselfläche von rund 10.000 Quadratkilometern – also in etwa die Größe von Hawaii. "So wird der Abfall zu Baumaterial umgewandelt. Da dies vor Ort geschieht, kann man sich lange Transportwege sparen", meint Knoester.
Sauberes Meer dank Plastikinsel?
Auf Recycled Island, so der Name, sollen Menschen leben können. Energie und Nahrungsmittel werden auf der Insel selbst produziert. Da Recycled Island eine schwimmende Insel ist, ändert sich ihre Position mit den Meeresströmungen. "Um dieses Gebilde wetterfest zu machen, muss es ziemlich groß sein", sagt Knoester.
Die Finanzierung des Projekts ist noch unklar. Auch die Staatszugehörigkeit der Insel und unter wessen Rechtssystem sie dann stünde, ist noch nicht geklärt. "Das Projekt wird das Meer von Plastik befreien", glaubt Koester. Das sehen Umweltschützer allerdings anders. Sie befürchten, dass es nahezu unmöglich sei, die Ozeane vom Plastikmüll zu befreien. Plastik zerfällt aufgrund der Sonneneinstrahlung und anderer Witterungseinflüsse sehr schnell zu kleineren Teilchen. Diese einzusammeln ist schwer.
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