Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Geschichte & Politik
Hatten Kriegshelme Hörner?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wer das glaubt liegt völlig falsch. Noch nie wurden beispielsweise in Skandinavien gehörnte Kriegshelme gefunden.
Wäre ja auch viel zu gefährlich! Mit einem einzigen Schwertschlag könnte der Gegner im Zweikampf schlimmste Kopfverletzungen erzeugen, während an einem glatten Helm die meisten Hiebe erst mal abprallen. Man stelle sich auch das Verletzungsrisiko auf einem Wikingerschiff bei unruhiger See vor. Fragt sich also, woher das Bild von den gehörnten Kriegern kommt.
Antwort: Bei vielen Völkern der nördlichen Halbkugel trugen die Männer in Urzeiten tatsächlich Tierhörner, aber nicht für die Schlacht, sondern für schamanistische Rituale. Auf diese Weise glaubten sie, die Grenzen zwischen der menschlichen und der animalischen Welt zu überwinden und in Kontakt mit Naturgeistern zu kommen. Von solchen furchterregenden Kostümierungen keltischer Priester erzählen zum Beispiel altrömische »Kriegsberichterstatter«.
Die Mär vom gehörnten Krieger ist dagegen nach neuesten Erkenntnissen ein Produkt des 19. Jahrhunderts mit seiner Germanenbegeisterung. Obwohl die Wikinger erst im 9. Jahrhundert und damit viel später als die germanischen Stämme in der Weltgeschichte auftauchten, wurden sie gleich einbezogen in diesen »Barbaren-Boom« und in gehörnte Krieger verwandelt. Manche behaupten, ein für den Komponisten Richard Wagner tätiger Bühnenbildner habe das eindrucksvolle Outfit als erster entworfen.

























