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E10-Benzin:
Höhere Preise, weniger Leistung, steigender Verbrauch, mehr Steuern
Die neue Benzinsorte E10, die in diesen Wochen und Monaten an den rund 14 000 deutschen Tankstellen ausgeschenkt wird, ist um 5 Prozent merklich teurer als der derzeitige Literpreis für Super Benzin...
Die neue Benzinsorte E10, die in diesen Wochen und Monaten an den rund 14 000 deutschen Tankstellen ausgeschenkt wird, ist um 5 Prozent merklich teurer als der derzeitige Literpreis für Super Benzin. Zwar beteuern die Biospritanbieter, dass es hierfür keine Grundlage gebe, da die Verdoppelung um 5 Prozent zum bestehenden Angebot nicht ins Gewicht falle, zumal keine zusätzlichen Investitionen für die Mineralölfirmen anfielen. So könne es sich nur um einen Gewinnmaximierung der Konzerne handeln, wenn die Tankstellenbetreiber trotzdem die Preise erhöhten. Das quittiert der Präsident des Automobilverbandes Matthias Wissmann mit der lakonischen Antwort, Umweltschutz gebe es nicht zum Nulltarif. Dass E10 dem Umweltschutz dient, darf schon länger angezweifelt werden, wie im ersten Teil weiter unten ausgeführt wurde.
Nochmals um 2 Prozent gestiegener Verbrauch
Neben dem höheren Preis müssen sich die Autofahrer auch auf höheren Verbrauch einstellen. Denn der Energieinhalt des Biosprits Ethanol ist deutlich niedriger als das Mineralöldestillat. Je mehr Biosprit beigemischt wird, umso so höher der Verbrauch. E10 schlägt mit einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 3 Prozent zubuche. Ausgegangen wird dabei von einem reinen Superkraftstoff ohne Ethanolanteil. Gegenüber dem Super mit 5-prozentiger Beimischung, wie es heute gezapft wird, sind es 2 Prozent mehr.
Der Steuerstaat langt kräftig hin
Während sich die Umweltbehörden des Staates für ihren Einsatz zum Schutz von Klima und Umwelt feiern lassen, kassieren die Steuerbehörden klammheimlich mit. Denn das beigemischte Ethanol unterliegt dem gleichen Steuersatz für Mineralöle wie diese. So gelingt es dem Finanzamt am Ende, doppelt zu kassiert. Ethanol wird wie Benzin beteuert und gleichzeitig wird dem erhöhten Verbrauch von mehr Treibstoff in Litern die 19-prozentige Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Für Experten der Mineralölbranche ist dies Pharisäertum, da die Bürger unter dem Deckmantel des Umweltschutzes doppelt abkassiert werden. Wie so die vorgegebenen Verkaufsziele für E10 erreicht werden, ist noch völlig ungeklärt.
30.12. 2010
- Ethanol-Beimischung
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