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P.M. HISTORY Klassiker des Monats

Grimms Märchen

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Die Hexe im Knusperhaus, das schöne Schneewittchen, das jähzornige Rumpelstilzchen ... Die Figuren aus Grimms Märchen sind alte Bekannte aus der Kindheit. Wer die Geschichten über den Kampf zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse oder die Natur des Glücks jedoch als Kinderkram abtut, hat sie nie wirklich gelesen. Denn die Sammlung an Mythen, Sagen und Volkserzählungen, die die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm im Jahr 1812 erstmals veröffentlichen, ist ein einzigartiger Spiegel der deutschen Volksseele.

Die Grimms, verarmte Söhne eines Juristen und Stadtschreibers aus Hanau, hatten schon früh ihre Leidenschaft für das Archivieren deutschen Kulturguts entdeckt. Mit dem Autor Clemens Brentano sammelten sie Lieder vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, die als »Des Knaben Wunderhorn« veröffentlicht wurden. Parallel zu den Märchen trugen sie deutsche Vokabeln und Grammatik-Regeln zusammen, und Jacob Grimm publizierte 1828 eine Kollektion "Deutscher Rechtsaltertümer".
Doch was entdeckten sie auf dem Grund von Volkes Seele? Ein Panoptikum von putzigen Charakteren, die komisch sind wie die Bremer Stadtmusikanten, melodramatisch wie Dornröschen und sexy wie Rapunzel. Dazu Geschichten, die zum Fürchten sind wie die vom Rotkäppchen und dabei menschliche Ur-Ängste ausdrücken, oder romantisch wie die vom Aschenputtel, in der sich die Träume jedes jungen Mädchens spiegeln. Eine Fundgrube mit nostalgischem Charme.

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