Die Philosophen sind wie Zahnärzte, die Löcher aufbohren, ohne sie füllen zu können.
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06/2013
Cäsar und Augustus
Deutschland 1913: Der letzte Sommer im Frieden
Brief, Telefon & Co: Als die Wörter fliegen lernten
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Wie gefährlich sind die Geheimbünde von heute?
Wo finde ich meinen Genpartner?
Gibt es noch Länder ohne Internet?
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Noch mehr Rätselspaß:
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Graffiti
Graffiti für Chanel?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Spätestens seit dem Auftauchen des mysteriösen englischen Künstlers Banksy, dessen Identität bis heute geheim ist, gelten Graffiti als Kunst. Zwar wird das nächtliche Besprühen von Wänden und Mauern noch als Straftat geahndet, doch so manches Werk ist heute nicht nur anerkannt, sondern auch bei Sammlern begehrt. Jetzt gibt es einen neuen Star unter den Sprayern: Monsieur A. alias André Saraiva, gebürtiger Portugiese mit Wohnort Paris. Sein Markenzeichen: ein zwinkerndes rosa Strichmännchen, oft mit Zylinder – Mr A. „Jeder erkennt den kleinen freundlichen Mann, er vermittelt ein positives Gefühl, steht für gute Energie. Das ist meine Art, mit vielen Menschen in Kontakt zu treten“, so Saraiva in „Welt am Sonntag“. Seine Liebe zu Graffiti begann aus Liebe zu einem Mädchen: Als André mit seinen Eltern, politischen Flüchtlingen, nach Paris kam, konnte er kaum Französisch und somit keine Liebesbriefe schreiben.
Kurzerhand sprühte er den Namen seiner Angebeteten an die Wände rund um ihr Haus. Heute hängt Saraivas Street Art in zwei großen Museen (Weltkulturerbe Völklinger Hütte und Moca, Los Angeles). Außerdem verzierte er mit seinen Graffiti Handtaschen der Luxusmarken Louis Vuitton und Chanel. Auf öffentliche Wände sprüht der 40-jährige Künstler in Paris nicht mehr, denn er ist in Frankreich zur Bewährung auf freiem Fuß. Seine Liebe zum illegalen Sprayen ist ihm aber geblieben: „Ein Graffito kann politisch, sentimental, verrückt oder naiv sein. Es ist einfach eine sehr freie Art, sich auszudrücken. Bei Graffiti geht es um den Akt – nicht um das Resultat. Noch heute bereitet es mir genauso viel Freude wie beim ersten Mal, ich spüre immer noch denselben Adrenalinkick. Wenn ich in eine fremde Stadt komme und Graffiti an den Wänden sehe, fühle ich die Stadt atmen.“























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