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Golf zum Sechsten: Der Cross Golf als Allrounder
Mag der Cross-Golf auch nach Offroad und nach Cross-Country klingen, so ist die neueste auf dem Genfer Automobilsalon enthüllte Variante des Millionensellers das Feld-Wald-und-Wiesenauto aus Wolfsburg. Abgeleitet vom Golf plus soll „der Cross als Allrounder eine Brücke zwischen dem MPV (Multi Purpose Vehicle) und dem SUV (Sport Utility Vehicle) schlagen“, heißt es im schönsten Marketingsprech – was immer es auch bedeuten soll. Oder: „Er verbindet also die Variabilität der Vans mit der Robustheit der Geländewagen.“ Darüber lässt sich trefflich streiten und am Ende mag es in einer Produktenttäuschung münden oder dem Anspruch von mehr Schein als Sein genügen.
Was der Cross Golf auf jeden Fall ist: Eine Antwort für die Mobilitätsbedürfnisse einer älter werdenden Autokundschaft. Denn sie bevorzugt die erhöhte Sitzposition vor allem zum besseren Aussteigen; sie wünscht den Ausblick von höherer Warte und sie weiß den Golf zu schätzen wie der Käfer für sie rollte und rollte. Die Kunststoff-Applikationen am Blechgewand werden da eher nolens als volens in Kauf genommen. Richtig erkannt haben die Marktbeobachter, dass ein Allradantrieb eher die Kosten erhöhen als die Nachfrage steigern wird. Konsequenterweise haben sie darauf verzichtet. Dennoch, mit dem Schlechtwetterpaket lässt sich die Bodenfreiheit um 11 Zentimeter (und damit auch der Verbrauch) steigern. Schlammspritzer weisen die Landlust aus und die silbern lackierten Unterfahrschutzelemente können vom Suhlen im Schlamm berichten.
Wie beim Golf Plus bietet der Innenraum des neuen CrossGolf eine große Variabilität und die Sitze lassen sich vielfach verstellen. Das schafft ausreichend Platz auch im Fond und eine Menge Beinfreiheit. Je nach Stellung der asymmetrisch teil-, längs verschieb- und klappbaren Rücksitzbank lässt sich das Kofferraumvolumen zwischen minimal 395 Litern und maximal 540 Litern variieren. Werden die Rücksitzlehnen komplett umgeklappt, ergeben sich bis zu 1.450 Liter Stauvolumen.
Bei der Motorisierung herrscht kein Mangel. Der Konzernbaukasten bietet ausreichend Diesel- wie Benzinmotorisierungen an. In nahezu allen Fällen sind die Antriebsquellen mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG kombinierbar. Wenn jetzt die sechste Ausbaustufe des Golf im April in die Showrooms rollt, ist die Übergangszeit fast überwunden. Denn die danach kommenden Fahrzeuge werden mit nachhaltigen Eingriffen und technische Lösungen wie Start-Stopp- oder Hybrid-System noch stärker in die Motorenelektronik und den Antriebsstrang eingreifen.
01.03.2010























