Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Natur & Reise
Gibt es wieder wilde Rinder?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Der Auerochse ist der Urvater: Alle modernen Rinder und Kühe stammen von ihm ab. Ihn selbst gibt es leider nicht mehr. Das letzte Exemplar haben Wilderer im Jahr 1627 erlegt.
Doch nahe Leipzig und Berlin stehen neuerdings Rinderherden, die dem Wildrind verblüffend ähnlich sehen. Hat da etwa ein ehrgeiziger Forscher wie in „Jurassic Park“ fossile Zellen mit Erbmaterial gefunden und die ausgestorbenen Tiere wieder aufleben lassen? Nein: Die wilden Rinder von heute sind Rückzüchtungen. Sie entstehen, indem man Tiere kreuzt, die noch viele Merkmale der Auerochsen zeigen. Von den Nachkommen kreuzt man wiederum diejenigen, die am stärksten nach dem Ur-Rind aussehen.
Die Brüder Heinz und Lutz Heck, Zoodirektoren in München und Berlin, fingen
damit in den 1930er-Jahren an, bis sie Tiere hatten, die den Auerochsen immer ähnlicher sahen. Die „Heckrinder“ könnten einen Trend setzen. Denn in der industriellen Tierhaltung haben sich einige wenige „profitable“ Rassen durchgesetzt – sogenannte Hochleistungsrinder.
Und diese Monokultur hat Nachteile – die genetische Vielfalt nimmt ab, die Tiere verlieren ihre Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit. Allerdings: „Eine echte Rückzüchtung ist nicht möglich, der Auerochse ist eben ausgestorben,“ sagt die Biologin Anne Berger vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Aber immerhin kann man Rassen züchten, die wenigstens ein paar von den Stärken der alten Arten haben: Sie sind sehr robust, kälteunempfindlich und sehen beeindruckend aus.

























