Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Wissenschaft & Technik
Gibt es Irrlichter wirklich?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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In England und Schottland nennt man sie Spunkies, in Tschechien Swetylko, in Skandinavien heißen sie Lygte und bei uns Irrlichter, auch Irrwische. Eduard Mörike (1804–1875) hat ihnen mit seinen »Geistern am Mummelsee« ein literarisches Denkmal gesetzt. Zahlreiche Sagen erzählen vom Treiben der Irrlichter, die mit ihren kleinen züngelnden Flammen nachts in der Dunkelheit aufflackern. Im Volksglauben sind es Untote, je nach Region die Seelen von Selbstmördern, verstorbenen und ungetauften Kindern oder Betrügern, die zu Lebzeiten heimlich die Grenzsteine in den Feldern zu ihren Gunsten verrückten.
Immer aber irren sie in der Nähe von Mooren und Feuchtgebieten umher. Und wer ihren Lockungen folgte, wurde von den Lichtern hinterhältig und auf Nimmerwiedersehen in die Sümpfe gelockt, um dort elendiglich zu versinken. Aber auch Wohlwollende soll es unter diesen Nachtgeistern geben: So geht die Sage, dass ein Mensch, der den Mut aufbringt, in der Walpurgisnacht an der ihm vom Irrlicht gewiesenen Stelle zu graben, dort einen Schatz finden werde.
Mit der Trockenlegung der Sümpfe und dem Rückgang der Feuchtgebiete in der Natur verschwanden langsam auch die Irrlichter. Und das hat seinen Grund: Denn Irrlichter gab und gibt es tatsächlich. Doch mit dem Tod haben sie nur insofern zu tun, als dass es Methan oder Phosphorwasserstoff sind, die von verfaulenden Baumstümpfen oder Gras aufsteigen und sich selbst entzünden.

























