Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Gibt es Galaxien ohne Sterne?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Im Virgo-Haufen – 50 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt – vermuten Astronomen eine Galaxie aus dunkler Materie.
In den Tiefen des Weltalls muss es viel mehr Materie geben, als wir sehen können. Denn die Masse sichtbarer Objekte reicht längst nicht aus, dass Galaxien eine stabile Form behalten können. Eigentlich müssten sie von den Fliehkräften zerrissen werden.
Dunkle Materie tauften Forscher den unsichtbaren Materie-Anteil, von dem bisher niemand genau sagen kann, woraus er besteht. Mögliche Kandidaten könnten dunkle Galaxien sein, die schon seit einiger Zeit theoretisch prognostiziert, aber nie nachgewiesen wurden. Sie enthalten, so die Forscher, große Mengen an Gas und rotieren – aber aus bislang noch unbekannten Gründen bilden sich keine Sterne.
Mit Hilfe von Radioteleskopen, die elektromagnetische Wellen im nichtsichtbaren Bereich empfangen, hat jetzt ein Team von Astronomen aus Großbritanien, Frankreich, Italien und Australien erstmals eine dunkle Galaxie aufgespürt – eine Galaxie ganz ohne Sterne: Sie entdeckten ein Objekt im All, das eine große Masse zu besitzen scheint und sich wie eine Galaxie verhält.
Die Wolke befindet sich im Virgo-Haufen, einer großen Ansammlung von Galaxien in etwa 50 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde. Die Forscher gaben dieser sternlosen Galaxie den Namen Virgo HI21. Sie enthält ausreichend Wasserstoff, um hundert Millionen Sonnen entstehen zu lassen, trotzdem bleibt sie dunkel. Auch Beobachtungen mit einem Teleskop auf La Palma auf den Kanarischen Inseln ergaben keine Anzeichen für Sterne. Für die Forscher lässt das nur einen Schluss zu: Der Großteil der Galaxie Virgo HI21 muss aus dunkler Materie bestehen.

























