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Wissenschaft & Technik
Gibt es einen Klimawandel auf dem Mars?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Zwischen minus 60 und minus 120 Grad Celsius herrschen auf dem Mars – inzwischen scheint er sich leicht zu erwärmen, um 0,65 Grad in den letzten 30 Jahren.
Endlich – wir sind mal nicht Schuld. Auch auf unserem Nachbarplaneten Mars scheint sich eine Klimakatastrophe mit globaler Erwärmung abzuspielen – ganz ohne »menschlichen« Einfluss. Die Mars-Sonden funken Daten zur Erde, die einwandfrei belegen: Die Temperatur auf dem Mars steigt, und zwar ziemlich schnell. In den letzten dreißig Jahren erhitzte sich die Atmosphäre um 0,65 Grad, wie kalifornische Forscher berichten. Zum Vergleich: In den letzten hundert Jahren erwärmte sich die Erde um 0,7 Grad.
Die Wissenschaftler nutzten für die Berechnung des dramatischen Klimawandels Aufnahmen der »Viking«-Missionen von 1976 bis 1978 (mit denen der »Global Surveyor«-Sonde), die zwanzig Jahre später Bilder des Roten Planeten zur Erde sandte. Aus den unterschiedlichen Lichtreflektionen konnten sie den Temperaturanstieg ableiten. Vereinfacht gesagt: Wird weniger Licht reflektiert, verbleibt die Energie in der Atmosphäre und heizt diese auf. Anscheinend ist weniger Staub vorhanden, der das Sonnenlicht reflektiert (und den Himmelskörper rot erscheinen lässt). Die Forscher vermuten, dass der Mars in einem Teufelskreis hängt: Durch die Erwärmung der Oberfläche entstehen Stürme, die den Staub immer mehr wegtragen. Er verfängt sich in Vertiefungen und Schluchten, während das obere Gestein der Sonne schutzlos ausgeliefert ist.

























