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Kultur & Gesellschaft
Gibt es einen Friedhof nur für Fußballfans?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ruhestätten für 500 Fans bietet der einem Fußballstadion nachgebildete Friedhof in Hamburg-Altona – mit Blick auf das HSV-Stadion.
Aufstieg ausgeschlossen: Bis zu 500 Fans bietet das HSV-Grün auf dem Gelände des Friedhofs Altona Platz – nach ihrem Ableben. Weltweit einmalig ist dieser Friedhof für Fußballfans, lediglich in Argentinien können sich Fans der Boca Juniors auf einem vereinseigenen Friedhof beerdigen lassen, doch der ist nicht so dicht an der Spielstätte.
Der Platz in Hamburg-Altona, den Besucher durch ein Fußballtor in Originalgröße betreten, ist mit Fankurve und drei Ebenen wie ein kleines Stadion aufgebaut mit Blick aufs „richtige“ Stadion, die HSH Nordbank Arena. Aus der stammt übrigens auch der verwendete Rasen.
Auch die Beerdigung kann im HSV-Stil vonstattengehen: mit Sarg in Rautendesign, Kranz in den Vereinsfarben und Lotto-King Karls Hymne „Hamburg, meine Perle“. Der HSV legt Wert auf die Feststellung, dass er am Ableben seiner Fans nichts verdient, sondern lediglich als Vermittler auftritt. So hängen denn auch die Bestattungskosten vom beauftragten Institut ab – sie liegen aber nicht unbedingt höher als im „normalen“ Teil des Altonaer Friedhofs.
Noch sind die Fans jedoch eher zögerlich: Obwohl im September 2008 eingeweiht, gab es erst 30 ernsthafte Interessenten – und eine einzige Beisetzung (weiblich). Den
Gedanken an den ultimativen Abpfiff verdrängt man eben gern.
























