Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Natur & Reise
Gibt es die Pille für Tiere?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Koalabären wagen sich inzwischen in australische Großstädte vor. Um ihre Verbreitung einzudämmen, bekommen sie Futter mit Verhütungsmitteln.
Hollywoods Tauben sorgten letzthin für Schlagzeilen: Weil das Federvieh dort überhandnimmt, soll es dezimiert werden. Doch anstatt die Vögel brutal abzuknallen, zu vergiften oder mit elektrischen Drähten zu töten, haben die Behörden eine andere Methode ins Auge gefasst: Sie wollen den Tieren die Pille geben. Das Verhütungsmittel wird in eigens zubereitetes Futter gemischt und verhindert, dass die Taubeneier eine stabile Schale bilden. Auf diese Weise soll die Taubenpopulation bis zum Jahr 2012 halbiert werden.
Die Vögel in der Filmmetropole sind nicht die einzigen Tiere, deren Fortpflanzung auf diese Weise gestoppt wird. Auch den ständig wachsenden Elefantenherden im südafrikanischen Krüger-Nationalpark werden Kontrazeptiva verpasst, allerdings in Form von streichholzgroßen Kapseln, die hinter dem Ohr in die Haut geschoben werden. Sie geben die Hormone, die den Eisprung unterdrücken, kontinuierlich über das Gewebe in den Körper ab.
Die Pille wird auch weiblichen Koalas und Kängurus in Australien verschrieben, die sich immer öfter in die Städte wagen und erschrockene Autofahrer in die Leitplanke krachen lassen.
Vor allem aber in Zoos, wo Platzmangel herrscht, wird ungewollter Nachwuchs mit Hilfe von Hormonen verhindert. Flusspferde schlucken brötchengroße Pillen, die genau jenen Wirkstoff enthalten, der auch in den ersten Pillen für Menschenfrauen enthalten war.
Nicht alle Tiere spielen übrigens mit. Sie riechen die Arznei, selbst wenn sie in Fleisch oder in Honig versteckt ist und spucken sie aus. Deshalb wird Schimpansen ein Implantat in den Oberarm gesetzt, Wölfinnen kriegen die Dreimonatsspritze.
Zu den ersten Tieren, welche die Pille bekamen, zählten Kühe. Schon vor 20 Jahren regulierten Bauern auf diese Weise den Zyklus von Jungtieren, um sie – total unromantisch – alle am selben Tag künstlich besamen zu lassen.

























