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Der berühmteste Liebhaber der Geschichte
Giacomo Casanova
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Casanovas Memoiren und die darin enthaltenen erotischen Abenteuer sind ein zeitloser Bestseller. Doch kaum jemand weiß, dass der berühmte Venezianer auch ein Vorkämpfer der Gleichberechtigung war.
Vieles, was Casanova gedacht und aufgeschrieben hat, passt nicht in das überlieferte Klischee vom hemmungslosen Kopulierer, der die Qualität seines Liebeslebens und die Quantität seiner Liebesabenteuer miteinander verwechselt. Doch seit 1960 müssen die Geschichten von und über Giacomo Casanova in neuem Licht gesehen werden, nun ist die unverfälschte Fassung seiner Memoiren der Öffentlichkeit zugänglich. Bis dahin gab es nur bearbeitete oder gekürzte Ausgaben des französischen Originaltexts. Das Gesicht dieses ungezähmten Mannes, wie es hinter seinen Masken und in seinen Schriften zu erkennen ist, muss neu interpretiert werden. In Wahrheit war er ein Mann, den man einen Feministen nennen kann.
Und er hat alles aufgeschrieben. Zuerst die Begebenheit, wie er aus den Bleikammern der venezianischen Staatsinquisition entkam, wenig später die »Geschichte seines Lebens«. Es war ein stürmisches Leben. Giacomo Casanova, am 2. April 1725 in Venedig geboren und am 4. Juni 1798 im böhmischen Dux gestorben, war ein Mann mit vielen Gesichtern. Jeder kennt ihn als legendären Frauenverführer. War er nur das? Seine Memoiren erzählen auf mehr als 3000 Seiten von seinen erotischen Abenteuern, aber sie berichten auch von ganz anderen Erlebnissen.
Wer wissen will, was alles zum Leben dieses Mannes gehört hat, wird im Prager Staatsarchiv auf Mikrofilm vieles finden, was bisher wenig beachtet wurde: italienische Sonette, französische Verse, Scherzgedichte, Epigramme und Aphorismen, Anekdoten und Satiren. Es finden sich Kochrezepte und Zitate, die Casanova für wert hielt, festgehalten zu werden.
Vieles, was Casanova gedacht und aufgeschrieben hat, passt nicht in das überlieferte Klischee vom hemmungslosen Kopulierer, der die Qualität seines Liebeslebens und die Quantität seiner Liebesabenteuer miteinander verwechselt. Doch seit 1960 müssen die Geschichten von und über Giacomo Casanova in neuem Licht gesehen werden, nun ist die unverfälschte Fassung seiner Memoiren der Öffentlichkeit zugänglich. Bis dahin gab es nur bearbeitete oder gekürzte Ausgaben des französischen Originaltexts. Das Gesicht dieses ungezähmten Mannes, wie es hinter seinen Masken und in seinen Schriften zu erkennen ist, muss neu interpretiert werden. In Wahrheit war er ein Mann, den man einen Feministen nennen kann.
Und er hat alles aufgeschrieben. Zuerst die Begebenheit, wie er aus den Bleikammern der venezianischen Staatsinquisition entkam, wenig später die »Geschichte seines Lebens«. Es war ein stürmisches Leben. Giacomo Casanova, am 2. April 1725 in Venedig geboren und am 4. Juni 1798 im böhmischen Dux gestorben, war ein Mann mit vielen Gesichtern. Jeder kennt ihn als legendären Frauenverführer. War er nur das? Seine Memoiren erzählen auf mehr als 3000 Seiten von seinen erotischen Abenteuern, aber sie berichten auch von ganz anderen Erlebnissen.
Wer wissen will, was alles zum Leben dieses Mannes gehört hat, wird im Prager Staatsarchiv auf Mikrofilm vieles finden, was bisher wenig beachtet wurde: italienische Sonette, französische Verse, Scherzgedichte, Epigramme und Aphorismen, Anekdoten und Satiren. Es finden sich Kochrezepte und Zitate, die Casanova für wert hielt, festgehalten zu werden.
Autor/in: Ingo Hermann
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