Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Wurde Nero zum Sündenbock abgestempelt?
Geschichtsforscher Dr. Theodor Kissel im P.M. HISTORY Interview
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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P.M. HISTORY: Herr Kissel, Sie haben jüngst ein Buch über »verrückte« Kaiser veröffentlicht, in dem Sie sich mit Caligula, Nero und Elagabal beschäftigen. Wie ist heute Ihre Meinung: War Nero wirklich verrückt?
Kissel (lacht): Nun, als verrückt im pathologischen Sinne würde ich Nero nicht bezeichnen, eher als psychisch labile Persönlichkeit, die das Opfer ihrer eigenen Herrscherrolle wurde. Hinter den Mauern des Kaiserpalasts, diesem Haifischbecken Roms, tobte seit dem Tod des Augustus (14 n. Chr.) ein erbarmungsloser, meist tödlicher Kampf um Macht und Einfluss. Dort aufzuwachsen, war alles andere als humanitätsfördernd und einer normalen kindlichen Entwicklung höchst abträglich.
Warum schneiden die anderen »verrückten« Kaiser, Caligula und Elagabal, in den antiken Quellen ähnlich schlecht ab wie Nero?
Weil alle drei Nonkonformisten waren, die dem aristokratischen Herrscherideal so gar nicht entsprachen und sich auch partout nicht in das traditionelle Normenkorsett zwängen ließen: Nero trat als Schauspieler auf, Caligula als Wagenlenker – »Berufe«, die verpönt waren und für gewöhnlich nur von Personen aus niederen Gesellschaftsschichten ausgeübt wurden. Elagabal war ein Sonderfall, ein religiöser Eiferer aus dem Orient, der in Rom seinen Gott Baal an die Stelle Jupiters setzen wollte.
Die christlichen Autoren wettern besonders heftig gegen Nero. Welches Interesse hatten sie, Nero in schlechtem Licht erscheinen zu lassen?
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- Der verkannte Herrscher
- Gaius Julius Caesar
























