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Opium, Haschisch, Koks

Genies im Drogenrausch

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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So manches große Werk der Malerei, der Literatur und der Wissenschaften entstand unter dem Einfluss von Drogen. Doch wie gerieten die bewunderten Genies in diesen Teufelskreis?

Sie alle, die glauben, durch die Pforte des Vergnügens in den Tempel des Glücks gestiegen zu sein, sie bezahlen ihr Augenblicksglück mit ihrem Leib und ihrer Seele. Sie wandern bald durch die Pforte des Unglücks in die Nacht des Nichts.« Geradezu poetisch formulierte der Schriftsteller Louis Lewin um 1920 die Folgen des Drogenkonsums. Es gibt keine aussagekräftige Statistik darüber, ob Warnungen und Drohungen solcher Art die Einnahme von Rauschgiften gedrosselt haben. Nachweisbar ist nur, dass die Warnungen beinahe so alt sind wie der Drogengebrauch selbst.

Der berühmte Galen von Pergamon etwa, Leibarzt des römischen Kaisers Marc Aurel (2. Jahrhundert n. Chr.), hielt den Dauergebrauch von Opium für bedenklich. Als abschreckendes Beispiel schilderte er das Leben des Kaisers, der als erster bekannter Opiumabhängiger der Antike gilt. Dabei hatte Galen selber ein Schmerzmittel gemischt, das zu 40 Prozent aus Mohnsaft bestand (Opium wird aus Mohnsaft gewonnen; das griechische »opos« bedeutet »Saft«.) In der damaligen römischen Gesellschaft war es gang und gäbe, Mohnsaft dem Wein beizumischen, weil das einen relativ milden Rausch hervorrief.

Aber die Kenntnis von den Wirkungen so genannter Rauschdrogen ist noch viel älter – klar, wenn es gilt, Lustgewinn zu erzielen, war die Menschheit immer besonders einfallsreich.
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Autor/in: Leo Sillner


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