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Howard R. Hughes

Geld, Genie und Größenwahn

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Er war zu seiner Zeit der reichste Mann der Welt, verkehrte mit Politikern und Industriekapitänen, aber auch mit Mafiabossen, Filmschauspielerinnen und dem Geheimdienst CIA. Erst jetzt wird bekannt, wie Howard R. Hughes mit seinem Vermögen die amerikanische und die Weltpolitik beeinflusste.

Die zerwühlten Bettlaken sind seit Monaten nicht gewechselt worden. Überall im Raum liegen zerknüllte Papiertücher und stapel-weise alte Zeitungen. Die Fenster sind geschlossen und verdunkelt, nur der Fernseher wirft ein wenig Licht in das verwahrloste Hotelzimmer. Das Flackern des TV-Bildes lässt die nackte Gestalt auf dem Bett noch gruseliger erscheinen: Howard Hughes ist abgemagert bis auf die Knochen, seine Zähne sind verrottet, das graue Haar hängt wild auf den Schultern, die vergilbten Fuß- und Fingernägel sind so lang, dass sie sich wie Korken-zieher winden.

Die verwahrloste Gruselgestalt ist einer der mächtigsten Männer der Welt. Das Firmenimperium des Howard Robard Hughes entwickelt Raketen für das amerikanische Militär, Spionagesatelliten für den Geheimdienst, Bohrköpfe für die Öl-industrie und sichert sich durch Spenden das Wohlwollen einflussreicher Politiker. »Ich kann jeden auf dieser Welt kaufen«, kritzelt der alte Mann auf einen Zettel, »oder ich kann ihn zerstören.«

Für seine Feinde gilt Howard Hughes bis heute als die hässlichste Fratze des Kapitalismus, der nackte Irrsinn in Gestalt des skrupellosen Geschäftsmanns. Weggefährten aber zeichnen ein anderes Bild: Das eines einsamen Genies, das von falschen Freunden ausgenutzt und verraten wurde.
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Autor/in: Sven Parplies


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