Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.
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Drachen
Geheimnis eines Fabeltieres
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Berichte über sie gibt es seit Jahrtausenden – sie erzählen von Furcht einflößenden Monstern, die die Schöpfung und den Menschen bedrohen. Woher kommt unser Bild von urweltlich anmutenden Reptilien, die von Göttern und Helden bezwungen werden müssen?
Im Mai 1931 schrieb Huang Won-Chih, Ex-Vorsteher der Hankan-Generalhandelskammer, an eine chinesische Zeitung, dass er einen Drachen, einen riesigen, gehörnten und mit Schuppen versehenen Drachen, bei Kiangsi im Fluss Kan gesichtet habe. In den folgenden Wochen wurde Kiangsi von einer verheerenden Überschwemmung heimgesucht. Dies sei kein Zufall, beteuerte Herr Huang und fragte, ob es wohl nicht angebracht wäre, dem Drachen zur Beschwichtigung ein passendes Opfer darzubieten, so, wie man vor 2000 Jahren dem Flussgott Ho Po jährlich das schönste Mädchen als Konkubine zu schicken pflegte. Auch das Eindringen kommunistischer Freischärler in Kiangsi brachte der pensionierte Handelskammervorsteher mit dem plötzlichen Erscheinen des Drachens in Zusammenhang.
Nein, für die damaligen Zeitungsleser war das beim morgendlichen Tee kein Grund zum Schmunzeln: In China nahm man eine solche Nachricht sehr ernst. In einer Umfrage aus dem Jahr 1950 bestätigten 82 Prozent der Befragten – sie stammten aus allen gesellschaftlichen Klassen – ihren Glauben an die Feuer speienden Geschöpfe. Ein Lehrer aus Tientsien erzählte einem Interviewer, wie er in Gegenwart von anderen einst einen toten Drachen an einem Flussufer in Schantung gefunden habe. Ein Professor aus Nanking berichtete, er habe als Knabe einen verletzten Drachen gesehen. Ein Beamter aus Peking sei bei einer Bootsfahrt auf dem Jangtsekiang sogar dreien von ihnen begegnet.
Doch nicht nur in China gab es in der Neuzeit Berichte über leibhaftige Drachen. ...
Im Mai 1931 schrieb Huang Won-Chih, Ex-Vorsteher der Hankan-Generalhandelskammer, an eine chinesische Zeitung, dass er einen Drachen, einen riesigen, gehörnten und mit Schuppen versehenen Drachen, bei Kiangsi im Fluss Kan gesichtet habe. In den folgenden Wochen wurde Kiangsi von einer verheerenden Überschwemmung heimgesucht. Dies sei kein Zufall, beteuerte Herr Huang und fragte, ob es wohl nicht angebracht wäre, dem Drachen zur Beschwichtigung ein passendes Opfer darzubieten, so, wie man vor 2000 Jahren dem Flussgott Ho Po jährlich das schönste Mädchen als Konkubine zu schicken pflegte. Auch das Eindringen kommunistischer Freischärler in Kiangsi brachte der pensionierte Handelskammervorsteher mit dem plötzlichen Erscheinen des Drachens in Zusammenhang.
Nein, für die damaligen Zeitungsleser war das beim morgendlichen Tee kein Grund zum Schmunzeln: In China nahm man eine solche Nachricht sehr ernst. In einer Umfrage aus dem Jahr 1950 bestätigten 82 Prozent der Befragten – sie stammten aus allen gesellschaftlichen Klassen – ihren Glauben an die Feuer speienden Geschöpfe. Ein Lehrer aus Tientsien erzählte einem Interviewer, wie er in Gegenwart von anderen einst einen toten Drachen an einem Flussufer in Schantung gefunden habe. Ein Professor aus Nanking berichtete, er habe als Knabe einen verletzten Drachen gesehen. Ein Beamter aus Peking sei bei einer Bootsfahrt auf dem Jangtsekiang sogar dreien von ihnen begegnet.
Doch nicht nur in China gab es in der Neuzeit Berichte über leibhaftige Drachen. ...
Autor/in: P.J. Blumenthal
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