Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Kultur & Gesellschaft
Funktioniert die negative Einkommenssteuer?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Für viele Wirtschaftsexperten ein Ausweg: die negative Einkommenssteuer. Aber kann sie überhaupt funktionieren?
Arbeit, die sich nicht lohnt – das gibt es auch in Deutschland. Da geht so mancher Familienvater tagaus, tagein zur Arbeit, hat aber am Monatsende weniger im Portemonnaie, als wenn er auf staatliche Unterstützung setzt. Das Konzept der negativen Einkommensteuer, das in den 1960er-Jahren von dem Nobelpreisträger Milton Friedman ausgearbeitet wurde, soll genau solchen Situationen entgegenwirken.
Danach verteilt der Staat zwar weiter Geld an Bedürftige in Form einer Grundsicherung, doch noch mehr Finanzmittel werden reserviert, damit jeder, der arbeitet, auf jeden Fall mehr in der Tasche hat als der, der nicht arbeitet.
Will heißen: Menschen mit Billigjobs bekommen Steuergeld vom Finanzamt ausgezahlt, anstatt Steuern zu bezahlen. Beispiel: Wenn ab 1500 Euro positive Steuern gezahlt werden müssten, so würden alle, die weniger als 1500 Euro in der Lohntüte haben, die Negativsteuer erhalten.
Dadurch ließen sich übrigens auch Unsummen bei der Bürokratie einsparen, da alle Zahlungen zentral übers Finanzamt laufen würden. So verlockend das Konzept klingt – es kommt nicht überall gut an. Die Angst vor Dumpinglöhnen ist groß und wohl auch nicht ganz unbegründet.
Beispiel USA: Die dort bereits praktizierte Variante der negativen Einkommensteuer („Earned Income Tax Credit“) sieht für Geringverdiener zwar Steuergutschriften von bis zu 40 Prozent vor. Dennoch gibt es auch dort immer mehr „working poor“ – Menschen, die trotz Vollzeitjob kaum über die Runden kommen.

























