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Musik ohne lästiges Kabel

Funkkopfhörer

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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FunkkopfhörerFunkkopfhörer

Man muss kein wilder Tänzer sein, um den Nachteil konventioneller Kopfhörer zu kennen: Schneller, als man sich’s versieht, wird das Kabel zur Stolperfalle, verknotet ständig oder ist ohne unkomfortable Verlängerung schlicht zu kurz. Drahtlose Kopfhörer machen Schluss mit diesen Ärgernissen.

Neu ist die Technik nicht – aber sie wird immer besser. So ist die störanfällige Infrarotübertragung bei Kopfhörern mit Hi-Fi-Anspruch passé. Die Musik gelangt per Funk zum Hörer. Angenehmer Neben­effekt: Wer mag, kann die Musik aus dem Wohnzimmer auch in anderen Räumen hören – Funkwellen durchdringen Wände.

Einfache Modelle setzen auf analoge Übertragung. Bei gutem Empfang ist die Analogtechnik brauchbar; manche Hersteller vermeiden Rauschen durch trickreiche Übertragungstechnik. An den Rändern des Sende­bereichs gibt es aber mit Analogtechnik eher Störungen – vergleichbar dem UKW-Radioempfang.

In der Oberklasse ist daher Digitalfunk Standard. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Digital bedeutet nicht automatisch guten Klang. In der Praxis setzen die Hersteller aber auf Sendeverfahren ohne klangschädliche Datenreduktion und lösen das Versprechen der Technik ein.

Eine neue Variante der Digitalhörer arbeitet mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth. Auch wenn die Hersteller hier mittlerweile ebenfalls saubere Töne versprechen: Ohne Datenreduktion, d. h. mit potentiellen Einbußen, geht es via Bluetooth nicht. Als Partner eines Walkman-Handys sind diese Hörer dennoch interessant.

Analog hin, digital her: Kaufentscheidend sind dieselben Kriterien wie für kabelgebundene Kopfhörer. Erste Frage: geschlossen oder offen? Die Muscheln geschlossener Kopfhörer schirmen den Musikfreund mehr von der Außenwelt ab und lassen auch weniger Geräusche nach außen dringen. Sie sind also ideal, wenn man nicht gestört werden will und andere möglichst wenig hören sollen. Offene Kopfhörer lassen mehr Umgebungsgeräusche zu den Ohren und geben auch Musik in den Raum ab. Meist klingen sie aber luftiger und weiträumiger als geschlossene Konstruktionen. Wenn man über-
wiegend allein im Raum ist, sind sie eine interessante Alternative.

Der Bügel muss angenehm auf dem Kopf sitzen, die Polster dürfen nicht drücken. Zudem sollen sie Luft durchlassen – sonst schwitzt man nach kurzer Zeit. Und schließlich sind neben der Sendetechnik die Schallwandler im Hörer immer noch die klangbestimmenden Bauteile – vor dem Kauf ist also ein Hörtest mit der Lieblings-CD Pflicht.

Praktische Dinge vervollkommnen einen guten Funkkopfhörer: Die Basisstation braucht einen Stecker für die an TV-Geräten verbreiteten 3,5-Millimeter-Klinkenbuchsen und einen Schraubadapter für die an Hi-Fi-Anlagen üblichen 6,35-Millimeter-Varianten.

Für den Funk-Alltag ebenfalls wichtig: Die Hörer sollten Standard­akkus nutzen – sie lassen sich schnell wechseln, wenn die Ladung zur Neige geht. Und sind sie am Ende, gibt es günstigen Ersatz in jedem Elektronikmarkt.

Nicht zu sehr beeindrucken lassen sollte man sich von den Reichweitenangaben der Hersteller: »100 Meter im Freien« können im Gebäude ganz schnell auf 20 Meter schrumpfen.

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