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Mann und Frau

Freude an der Sinnlichkeit

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Im Mittelalter gelten Frauen noch als Menschen zweiter Klasse, aber schon damals beginnt die Suche nach neuen, toleranten Formen der Partnerschaft.

Ein Skandal mit anschließendem Happy End erschüttert das französische Städtchen Dijon im Jahr 1299. Während Pierre Losaye auf Geschäftsreise ist, dringen randalierende junge Burschen in sein Haus ein. Sie vergehen sich an Beatrice, der bildschönen Frau des Kaufmanns. Das ist nichts Ungewöhnliches in dieser Zeit: Jugendgangs sorgen immer wieder für Aufregung. Ledige Mägde sind ebenso die Zielscheibe ihrer sexuellen Aggressionen wie junge Ehefrauen mit deutlich älteren Männern. Davon gibt es so viele, dass die Jungen sich um ihre potenziellen Bräute betrogen fühlen und sich an den Alten rächen wollen.

Bei seiner Rückkehr verstößt der Geschäftsmann Losaye die 25 Jahre jüngere Beatrice. Die mittellose Unglückliche findet Aufnahme im besten Badehaus der Stadt, in den »Etuves« der Jeanne Seignat. Drei Monate später sieht Losaye, der fast jede Nacht von Beatrices Apfelbrüsten träumt, seine Frau auf dem Markt. Sie hat bunte Bänder am Ärmel – das Erkennungszeichen der Badedirnen. Offen fallen ihre blonden Locken über die Schultern, denn die Haube der ehrbaren Ehefrauen darf sie nicht mehr tragen.

Der Anblick seiner Frau rührt und erregt Losaye so sehr, dass er sie wenig später wieder zu sich holt. Nach einigem Getuschel ist der Fall vergessen, und die Losayes führen eine ausgesprochen zufriedene Ehe. ...
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