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Unser Sonnensystem

Folge eines Crashs?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Folge eines Crashs?Folge eines Crashs?

Am 8. September 2004 erschütterte ein Crash die Wissenschaftswelt. Über der Wüste von Utah war eine Kapsel mit Sternenstaub abgestürzt.

800 Tage lang war die Raumsonde »Genesis« durch das All geflogen und hatte mit raffinierten Hightech-Instrumenten kleinste Partikel aufgelesen, die von der Sonne ausgestoßen und mit dem Sonnenwind verbreitet werden. Von ihrer Chemie erhofften sich die Astrophysiker neue Aufschlüsse darüber, wie vor 4,5 Milliarden Jahren das Sonnensystem entstand.

Der Behälter mit diesem kostbaren Stoff, von der Sonde abgeworfen, schien nun wegen eines Fallschirmdefekts unwiederbringlich verloren. Doch trotz der harten Landung ließen sich aus den Resten ein paar tausend Teilchen isolieren, die von dem französischen Geochemiker Bernard Marty untersucht wurden.

Er verglich die Ergebnisse mit anderen Studien, die Mond- und Meteoritengestein sowie die Schweife von Kometen analysiert hatten. Sein jetzt veröffentlichtes Resümee wirft große Rätsel auf: Bisher schien gesichert, dass die Sonne und ihre acht Planeten aus ein und demselben Gasnebel hervorgegangen sind - Marty stellte aber Unterschiede in der molekularen Signatur fest.

Danach stammten die inneren, festen Trabanten wie Venus, Erde, Mars aus dieser Solarwolke, die Äußeren Gasriesen wie Jupiter, Saturn, Uranus aus einer anderen. †ber die Ursachen gibt es nur Spekulationen: Ist unserer Sonnensystem in der Urzeit mit einem anderen kollidiert und hat die Giganten dabei eingefangen?

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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