Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
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Flieger im Haifisch-Look
Ein Lack nach Haifischhaut-Manier senkt erheblich die Reibung von Luft- und Wasserfahrzeugen. Das innovative Lackverfahren stammt von Forschern am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen.
Die Schuppen der Haifische sind so aufgebaut, dass beim schnellen Schwimmen sich der Strömungswiderstand deutlich verringert. Für die Bremer Forscher galt es nun herauszufinden, wie der neue Lack den extremen Beanspruchungen in der Luftfahrt Stand hält. Flugzeuge sind Temperaturschwankungen von minus 55 bis plus 70 Grad Celsius, einer intensiven UV-Bestrahlung und hohen Geschwindigkeiten ausgesetzt.
Der Lack besteht im Wesentlichen aus Nanopartikeln, die ihn so festigen, dass er die extremen Bedingungen aushält. Er kommt als äußerste Schicht auf das Flugzeug. “Er verursacht kein Zusatzgewicht und auch beim Strippen eines Flugzeugs – etwa alle fünf Jahre muss der Lack komplett entfernt und erneuert werden – fällt kein zusätzlicher Aufwand an. Zudem lässt er sich problemlos auf dreidimensional gekrümmten Flächen aufbringen”, sagt Volkmar Stenzel vom IFAM.
Bisher hatten die Forscher Probleme beim Auftragen des Lacks. Jetzt fanden sie die Lösung: Sie setzen beim Lackieren eine Matrize ein. Nach dem Trocknen wird sie abgelöst und der Flieger steht im „Haifisch-Look“ abflugbereit da.
Laut den Forschern würde der Hai-Lack bis zu 4,48 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr einsparen, wenn alle Flugzeuge damit überzogen würden. Bei Schiffen reduziert der Speziallack die Wandreibung um mehr als fünf Prozent. Ein großes Containerschiff würde hochgerechnet auf ein Jahr rund 2000 Tonnen Treibstoff einsparen.
Allerdings fördert die schuppige Rumpfoberfläche das Ansiedeln von Muscheln und Algen. Das könnte ein andersartiger Aufbau des Lacks verhindern. Die unerwünschten Gäste fänden keinen festen Halt und würden bei höherem Tempo einfach abgespült. Eine andere Lösung zielt darauf ab, „eine Anti-Fäulnisfarbe zu integrieren, die unbedenklich für die Natur ist”, sagt Yvonne Wilke, Forscherin am IFAM (Foto: Wikimedia Commons).























