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Tropenkrankheiten

Fliegende Impfnadeln

Die Stechmücke ist einer der größten Gefahren für die Menschheit. Jährlich sterben eine Million Menschen an der Malaria, die durch die Insekten übertragen wird.

Genetisch veränderte Mücken schützen vor Leishmaniose, statt Malaria zu übertragen.Genetisch veränderte Mücken schützen vor Leishmaniose, statt Malaria zu übertragen.
Genetisch veränderte Mücken schützen vor Leishmaniose, statt Malaria zu übertragen.
Peashooter/pixelio.de

Der Stechrüssel wirkt dabei wie eine verseuchte Injektionsnadel. Diese Eigenschaft der Mücke hat sich Shigeto Yoshida zu Nutzen gemacht. Der japanische Forscher untersuchte das Erbgut einer Mückenart.

Anschließend veränderte er es derart, dass die Mücken zu kleinen Impfnadeln mutierten. Die genetisch veränderten Mücken produzieren einen Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Leishmaniose – auch bekannt als “Schwarzes Fieber“.

Wie die Malaria wird die Krankheit durch Parasiten übertragen. Sie verursacht Hautgeschwüre und in schlimmen Fällen werden Organe von den Leishmania-Erregern befallen. Der Impfstoff befindet sich im Speichel der Mücke, also im Stechrüssel.

Regelmäßige Mückenstiche schützen vor Tropenkrankheit

Nach der Züchtung der Supermücken stellte der Japaner deren Fähigkeiten an einer Versuchsperson auf die Probe. Nachdem der Proband gestochen wurde, bildeten sich in seinem Blut Antikörper gegen den Leishmania-Erreger. “Durch den Stich wurde eine schützende Immunreaktion in Gang gesetzt – genau wie bei einer klassischen Impfung. Allerdings ohne Schmerzen und völlig kostenlos,“ heißt es im Bericht des Forschers.

Wer sich den Mückenstichen kontinuierlich aussetzt, kann eine lebenslange Immunität gegen die Krankheit erreichen. Dadurch verwandelt sich die Mücke vom Plage- zum Schutzgeist.
 

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27.04.2010



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