Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Weiße Löcher
Fantastische Reise durch ein weißes Loch
Astrophysiker sind einem großen Geheimnis des Kosmos auf der Spur: den Weißen Löchern. Sie sind die andere Seite der gefräßigen Schwarzen Löcher und gebären ständig neue Universen. P.M. startet zu einer Reise an die Grenzen des Alls – und darüber hinaus.
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Kosmos: Ist er vielleicht ein raffiniert ausgeklügelter Organismus, der Materie immer wieder gnadenlos vernichtet – und sie immer wieder neu gebiert? Dieser Gedanke drängt sich angesichts der neuen Forschungsergebnisse zum Problem der »Löcher« im All geradezu auf.
Bisher wussten die Astrophysiker nur um die schaurigen Schwarzen Löcher. Sie funktionieren wie gigantische kosmische Staubsauger: Sterne, die sich ihnen nähern, werden in rasend schnelle Rotation um den Abgrund versetzt; dabei glühen sie Millionen Grad heiß auf, zerbersten und werden schließlich vom dunklen Schlund aufgesaugt. Danach ist die Materie verschwunden, als hätte sie nie existiert.
Jetzt aber sagen Wissenschaftler: Die Schwarzen Löcher sind nicht allein – es gibt auch Weiße Löcher. Und sie machen genau das Gegenteil von dem, was ihre schwarzen »Kollegen« tun: Sie spucken unaufhörlich Energie und Materie aus.
Zwar hat noch niemand Weiße Löcher »gesehen« – aber ihre Existenz wurde von Astrophysikern der University of California mithilfe eines Supercomputers mathematisch bewiesen. Anlass der komplizierten Berechnungen war die Vermutung: Wenn Schwarze Löcher alles in ihrer kosmischen Nähe verschlingen, könnte es auch Weiße Löcher geben, die es wieder herauspressen. Für ihr mathematisches Experiment fütterten die Forscher den Rechner mit Formeln zur Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein. »Nach Einsteins Theorie kann die Zeit auch rückwärts laufen«, erklärt der Kosmologe Blake Temple – lag hier des Rätsels Lösung für die Existenz Weißer Löcher? Tatsächlich gab das Ergebnis des Computers den Astrophysikern Recht: Die Existenz Weißer Löcher ist mit den Naturgesetzen vereinbar – und sie sind im Prinzip nichts anderes als Schwarze Löcher, die in der Zeit rückwärts laufen.
Wenn das Universum aber keinen Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtszeit macht, dann müssten eigentlich genauso viele Weiße wie Schwarze Löcher existieren. Die Weißen Löcher, davon ist Temple überzeugt, verteilen sich überall im Universum. Sie sind kosmische Vulkane, die mit Materie, welche von einem Schwarzen Loch eingesaugt wurde, gleichsam schwanger gehen. Sobald die Zeit der »Niederkunft« gekommen ist, gebären sie neue Welten. Manche Kosmologen glauben sogar, dass unsere Erde und die ganze Milchstraße immer noch im »Geburtskanal« eines riesigen Weißen Lochs stecken: »Wir sind auf dem Weg nach draußen, werden quasi langsam rausgedrückt«, sagt US-Forscher Joel Smoller. »Erst wenn wir das Weiße Loch verlassen haben, werden wir es sehen können.«
Neben solchen langlebigen, gigantisch großen »Mutter-Bäuchen« gibt es – das haben die Berechnungen ebenfalls gezeigt – auch kleinere, kurzlebigere Weiße Löcher. Sie bilden sich immer dann, wenn ein kleines, eigenständiges Baby-Universum entsteht. Darunter versteht die moderne Kosmologie ein in sich geschlossenes Universum, das sich z. B. von einer Region unseres Universums abzweigt und sich an anderer Stelle wieder mit unserer Raumzeit verbindet. Dabei entsteht unweigerlich eine Schnittstelle zwischen beiden Universen, an der sich die geheimnisvollen Löcher bilden können: ein Schwarzes Loch auf der Seite unseres Universums und ein Weißes Loch auf der Seite des Baby-Universums. Mit unseren Teleskopen können wir nur das Schwarze Loch wahrnehmen, nicht aber sein physikalisches Gegenstück.
- Spiel nicht mit dem Kugelblitz!
- Schwarze Löcher
- Schwarze Löcher

























