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Lecker

Es geht um die Currywurst

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Die Currywurst ist die beliebteste deutsche Fastfood-Kreation der Nachkriegszeit. Uneinig ist man sich allerdings darüber, wer die Köstlichkeit erfunden hat.

Hamburg im Jahre 1945: In den letzten Kriegstagen lernt eine gewisse Lena Brückner den Soldaten Hermann Bremer kennen – und lieben. Sie versteckt ihn bei sich zu Hause, erzählt dem geliebten Deserteur jedoch nichts vom Kriegsende, sondern tischt ihm immer neue leckere Gerichte auf, um das gemeinsame Leben noch länger genießen zu können. Schon bald aber bricht das Lügengebäude in sich zusammen, Bremer verlässt sie, und für Lena Brückner geht es um die Wurst: Sie plant die Gründung einer Imbissbude. Auf dem Schwarzmarkt tauscht sie ein Reiter-abzeichen gegen Whiskey, Zigaretten, mehrere Flaschen Ketchup und eine Kilodose Currypulver. Als sie damit in ihrer Wohnung die Treppen hinaufsteigt, passiert das (Un-)Glück: Lena Brückner stolpert, die Ketchup-Flaschen zerbrechen, die Dose mit dem Curry öffnet sich – und alles mischt sich auf dem Boden zu einer fruchtig-feuchtscharfen Soße, die Frau Brückner ihren Imbissgästen fortan zu gebratenen Kalbswürsten serviert.

Der Autor Uwe Timm erzählt diese Geschichte in seiner Novelle »Die Entdeckung der Currywurst«. Er hat die vermeintliche Currywurst-Erfinderin kurz vor ihrem Tod in einem Altenheim aufgespürt, wo sie ihm über ihre damaligen Erlebnisse berichtete. Eine hübsche Legende? Oder tatsächlich die Geburtsstunde der Currywurst?
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Autor/in: Steffen Maier


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