Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Paulus
Erster Manager des Christentum
Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Vom sturen Pharisäer, der strikt nach jüdischen Gesetzen handelte, wandelte sich Paulus zum rebellischen Anhänger Jesu. Mit den jüdischen Urchristen und seinem Apostelkollegen Petrus überwarf er sich, weil er auch den Heiden den Weg zum neuen Glauben öffnen wollte.
Auch den Islamisten werden die Ohren geklungen haben, als Papst Benedikt XVI. am Abend des 28. Juni 2007 ein Gedenkjahr für den Apostel Paulus ausrief. Während eines Vespergottesdienstes in der römischen Basilika Sankt Paul verkündete der Pontifex Maximus den Gläubigen in aller Welt: „Auch heute braucht Christus Apostel, die dazu bereit sind, sich selber zu opfern. Er braucht Zeugen und Märtyrer wie den heiligen Paulus: Zunächst ein gewalttätiger Christenverfolger, wechselte er nach seinem Bekehrungserlebnis ohne zu zögern auf die Seite des Kreuzes und folgte ihm ohne Reue. Er lebte und arbeitete für Christus, für ihn litt und starb er. Wie aktuell sein Beispiel heute ist!“
Eine italienische Zeitung reagierte auf den Märtyreraufruf des Papstes mit einer gewagten Karikatur: Etliche christliche, mit Sprenggürteln bewaffnete „Gotteskrieger“ rotten sich vor dem Petersdom im Vatikan zusammen. Sie begrüßen den Papst mit erhobenem Arm, zwei Finger zum Victoryzeichen ausgestreckt; auf ihren Stirnbändern steht ein heiliger Name: Paulus.
Das Paulusjahr beginnt am 28. Juni 2008. Eine befristete Ehre für den Apostel. Seine Bedeutung für das Christentum ist jedoch zeitlos. Mit seinen Briefen, den ältesten Texten des Neuen Testaments, wurde er zum Vordenker aller christlichen Theologen. Viele Fachgelehrte behaupten gar: ohne Paulus kein Christentum. Für den deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche war Paulus „der erste Christ, der Erfinder der Christlichkeit“.
Paulus, ein Schrittmacher des Glaubens. Sein Wort gilt, und zwar nicht nur in Kirchenkreisen. Im Juli 2007 erkor beispielsweise der italienische Premier Romano Prodi den prominenten Apostel zu seinem Nothelfer. Beunruhigt über die extrem schlechte Steuermoral seiner Landsleute, appellierte der Politiker an das christliche Gewissen der Fiskus-Feinde: Schon Paulus habe die Gläubigen ermahnt, den Gesetzen des Staates zu folgen – auch wenn diese von Gaunern missbraucht würden.
Paulus, auch ein Mann für alle Fälle. Pragmatiker und Visionär, Glaubensfanatiker und Toleranzprediger: Es waren wohl seine scheinbar widersprüchlichen Talente und Begabungen, die ihn zum ersten und erfolgreichsten „Generalmanager“ des Christentums aufsteigen ließen.
Paulus wird wahrscheinlich in demselben Jahr geboren, in dem auch Jesus das Licht dieser Welt erblickt. Der spätere Apostel verbringt seine erste Nacht freilich nicht in einem Stall, sondern in dem Haus seiner wohlhabenden Eltern in Tarsus, einer Hafenstadt in der römischen Provinz Kilikien (später: Südtürkei). Seine Mutter und sein Vater sind gebildete, strenggläubige Juden. Sie geben ihm einen jüdischen und einen römischen Namen: Saulus (hebräisch: Schaul) und Paulus. Der kleine Saulus soll einmal Schriftgelehrter werden. Neben Griechisch, seiner Muttersprache, lernt er früh Hebräisch. Zudem erwirbt er Grundkenntnisse im Lateinischen; er hat vom Vater das römische Bürgerrecht geerbt – ein Privileg, das ihm später einmal das Leben retten wird.
Saulus studiert die heiligen Schriften des Alten Testaments und erlernt gleichzeitig das Handwerk eines Zeltmachers. Sein Eifer und seine Intelligenz fallen auf. Seine stolzen Eltern schicken ihn schließlich nach Jerusalem. Dort avanciert er schnell zum Schüler des berühmten Rabbi Gamaliel I. und entwickelt sich zum Schriftgelehrten. Als Anhänger der Pharisäer (hebräisch für Abgesonderte) glaubt er an die Auferstehung nach dem Tod. Nur wer strikt nach den Regeln, Geboten und Vorschriften des jüdischen Glaubens lebt, findet – so die Lehre – den Weg zu den Engeln des Herrn.
- Paulus
- Geschichte
- Geschichte & Religion

























