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Achill

Er lebte für den Krieg und die Rache

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Das Epos Homers machte den unbezwingbaren Krieger zum Idol von Griechen und Römern. In der »Ilias« beschreibt der griechische Dichter die letzten 51 Tage der zehnjährigen Belagerung Trojas, der Metropole an den Dardanellen. Der Held seiner Erzählung, Achill, bringt viele Gegner zur Strecke und kann am Ende doch seinem Schicksal nicht entkommen.

Achill ist der Held der Superlative, ein Halbgott wie er im Buche steht: groß, blond, blauäugig und unglaublich stark. Tags versetzt er in seiner goldenen Rüstung die Feinde in Furcht und Schrecken, nachts mutiert er zum einfühlsamen Liebhaber. Kurz gesagt: Dieser Achill ist das Idol der Männerwelt und der Traum aller Frauen – Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Doch der Superstar hat so seine Schattenseiten: Monatelang sitzt er schmol-lend in seinem Zelt, nur weil ihm der Heerführer Agamemnon die Sklavin Briseis weggenommen hat. »Trunkenbold mit dem hündischen Blick und dem Mute des Hirsches!«, schreit er Agamemnon an. Achills Zorn ist derart gewaltig, dass Homer ihm die 15693 Verse der »Ilias« widmet. »Göttin singe mir nun des Peleussohnes Achilleus unheilbringenden Zorn (...)« – mit diesen Worten beginnt das große griechische Epos, das den Krieg um Troja schildert. Mit dem Krieg ist Achills Geschichte schicksalhaft verknüpft. Bereits mit seiner Zeugung wurden die Weichen gestellt für den blutigen Kampf der Griechen gegen die Trojaner, der zehn Jahre währte, unzählige Opfer forderte und mit der Zerstörung der Stadt am Hellespont endete.

Die Wurzeln all dieser Ereignisse reichen jedoch noch weiter zurück. Wie so häufig in der griechischen Mythologie, sitzen die Verantwortlichen auf dem Olymp: Göttervater Zeus hatte ein Auge auf die schöne Meeresgöttin Thetis geworfen. Nur zu gern hätte er sein Lager mit ihr geteilt. Doch ihm war prophezeit worden, dass der Sohn, den er mit ihr zeugen würde, Herr des Himmels würde. Dieses Risiko war Zeus verständlicherweise zu groß – er wollte selbst Herrscher der Götterwelt bleiben!
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Autor/in: Monika Weiner


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