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Software
Einfacher arbeiten mit Büchern
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Sie machen sich beim Lesen manchmal Notizen? Sie sammeln Bücher und Zeitschriftenartikel? Sie forschen in Archiven? Neue Computerprogramme sparen Ihnen viel Zeit und Mühe – und kosten (fast) nichts!
Für Leseratten ist es ein Hobby, für Studenten eherne Pflicht: »Literaturrecherche«. Sie steht am Beginn eines jeden Aufsatzes oder Referats. Praktisch heißt das: Nach Themen geordnete Bücherverzeichnisse sichten und die Kataloge der Bibliotheken durchforsten, die Werke lesen und wichtige Stellen auf Karteikarten oder in einem »Word«-Dokument herausschreiben, versehen mit genauer Stellenangabe für die Fußnote. Diese Zeiten sind nun vorbei: Schon bisher gab es Computerprogramme, die beim Sortieren der »Zitate« aus Büchern halfen. Doch jetzt kommt eine neue Generation erschwinglicher Software auf den Markt, mit noch besseren Funktionen:
1) Die Programme holen sich Buchdaten direkt aus den Bibliothekskatalogen: Ein Abtippen oder »Hinüberkopieren« aus dem Internet ist nicht mehr nötig.
2) Der Nutzer kann herausgeschriebene Stellen (»Exzerpte«) aus verschiedenen Büchern nach einzelnen Themen sortieren.
3) Die Programme helfen, wenn mehrere Personen an einem Projekt arbeiten: Alle Mitarbeiter geben ihre Exzerpte ein, und jeder weiß, was der andere schon ausgewertet hat und kann dessen Ergebnisse sofort nutzen.
4) Die neue Software arbeitet auf verschiede Art mit den Programmen »Word« und »Openoffice/Staroffice« zusammen, mit denen viele Nutzer ihre Texte verfassen.
Wir haben vier Programme angetestet:
»Litlink«, »Bibliographix«, »Citavi« und »Visual Composer«. Die Vorteile von Litlink: Es ist sehr übersichtlich, ist speziell für Historiker (Archivakten) entwickelt und ist auch in der Vollversion gratis. Der Nachteil: Das Herunterladen von Buchdaten aus Bibliothekskatalogen ist schlecht gelöst. Litlink ist deshalb nur etwas für computererfahrene Studenten oder für Nutzer, die auf die Internet-Funktion verzichten können.
Bei Visual Composer, Bibliographix und Citavi funktioniert der Import von Buchdaten aus dem Internet sehr einfach. Man kann bei letzteren Programmen sogar ganze Literaturlisten auf einmal per »Ankreuzen« zusammenstellen und herunterladen. Bei Visual Composer muss man jedes Buch einzeln mit einem Klick importieren. Bibliographix und Visual Composer haben mehr Bibliothekskataloge als Citavi im Angebot. Das ist wichtig für Studenten, die die örtliche Bestellnummer brauchen.
Unser Tipp: Citavi
Die Vollversionen von Citavi, Visual Composer und Bibliographix kosten zwischen 39,– und 100,– Euro.
Es gibt auch kostenlose Versionen mit Einschränkungen: Die von Visual Composer taugt dabei nur für den Test (bei einer Einschränkung auf zehn Datensätze); auch das Gratis-Bibliographix ist mit nur zehn Zugriffen auf Online-Bibliotheken recht schnell am Ende. Den »Haken« bei der Gratisversion von Citavi dagegen kann man verschmerzen: Hier ist die Größe der einzelnen Projekte auf 100 Buchtitel eingeschränkt, das reicht aber für die Hausarbeiten eines Studenten in der Regel aus. Deshalb und wegen der – nach unserem Eindruck – einfachsten Bedienung heißt unser Testsieger »Citavi«.
Stefan Primbs
























