Diese Seite bookmarken:

Diese Seite bookmarken

Hypnose

Eine Reise ins Unbewusste

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
Hier geht's zum aktuellen Heft »

Die Kunst, Patienten in Trance zu versetzen, beherrschten schon die Ärzte der Antike. Doch trotz aller Heilerfolge – die Vorstellung, in diesem Zustand den völligen Kontrollverlust zu riskieren, verleiht der Hypnose von jeher einen zwiespältigen Ruf.

Der Dreijährige stolperte beim Spielen und fiel in den weichen Sand des Parks von Zarskoje Selo. Ein harmloses Ereignis, sollte man meinen. Doch für den Zarewitsch bedeutete es höchste Gefahr: Alexej, der einzige Sohn des letzten Zaren, war Bluter! Jeder noch so kleine Stoß, jede Prellung oder Schürfung konnten zu schweren inneren Blutungen, ja zum Tode führen. Als Alexej 1904 geboren wurde, verfügten die Ärzte noch über keine wirksame Hilfe gegen die Bluterkrankheit (Hämophilie). So standen auch Hofarzt Derewenko und der aus St. Petersburg in die Sommerresidenz gerufene Chirurg Professor Sergej Petrowitsch Fedorow ratlos am Lager ihres kleinen Patienten.

Zwei Tage lang rang der Zarewitsch mit dem Tode. Zu einem schweren Bluterguss in der Leistengegend hatte sich hohes Fieber gesellt. Zar Nikolaus II. (1894–1917) und seine Frau Alexandra Fjodorowna saßen Tag und Nacht am Bett ihres Kindes, übermüdet und ohne Hoffnung. In der dritten Nacht holte man Grigorij Jefimowitsch Rasputin (um 1865–1916) in das Schloss von Zarskoje Selo. Dann geschah das Wunder.
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)
Autor/in: Ulrich Doenike


Mehr zum Thema:

Einsortiert unter:

Asklepios  /  Augenfixation  /  Dr. Mabuse  /  Heilung  /  Hypnose  /  Rasputin  /  Suggestionstherapie  /  Theophrastus Paracelsus  /  Therapie  /  Trance  /  Unbewusstes