Es ist albern, Menschen in gut oder schlecht zu gruppieren. Menschen sind entweder charmant oder langweilig.
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Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
Eine Chronik des Untergangs
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Wie haben deutsche Soldaten den Zweiten Weltkrieg erlebt? Im zweiten Teil der Serie präsentiert P.M. HISTORY Auszüge aus den Tagebüchern des Leutnants Friedrich Farnbacher.
Anischino brennt; jedes einzelne Haus wird angesteckt, nachdem die Truppen abgerückt sind; ich lasse das, in dem wir gewesen waren, nicht anbrennen, mögen es andere tun. Auch der Kommandeur ist nicht für solche Sachen. Aber es muss wohl sein, um den Russen wenigstens etwas Einhalt zu gebieten. Wir dürfen auch nicht danach fragen, ob die Zivilbevölkerung verhungert oder erfriert oder sonst umkommt.
Im Zusammenhang damit muss ich immer denken, wie merkwürdig ich bisher durch diesen Krieg gegangen bin: Ich habe noch keinen einzigen Schuss abgegeben, weder mit einem Geschütz noch aus einer Pistole oder aus einem Gewehr oder aus einem Maschinengewehr, habe noch kein Huhn, noch keine Gans geschlachtet, noch kein Haus angebrannt, noch keinen Befehl zur Erschießung irgendeines Russen erteilt, auch noch keiner Erschießung beigewohnt; wie merkwürdig, wie fast unglaublich das klingt! Aber ich bin so dankbar dafür. Ist doch schon genügend gemordet, gebrannt, zerstört worden in diesem unseligsten aller Kriege.«
Anischino, ein kleines Dorf knapp 200 Kilometer südlich von Moskau, erlebte Anfang Dezember 1941, was es bedeuten kann, wenn sich ein Eroberer plötzlich zurückzieht. Die kärglichen, aber warmen Hütten, nur wenige Stunden zuvor noch Obdach für die verfrorenen deutschen Soldaten, sind nun zur Vernichtung vorgesehen. Die vordringenden Rotarmisten sollen hier ihren Kampf ohne jeden Stützpunkt fortsetzen. Um das Schicksal der Bewohner von Anischino kümmert sich dabei kaum jemand. »Winterkrieg« hieß das im Landserjargon; später dann »verbrannte Erde«. Der Auszug aus dem Tagebuch des Leutnants Friedrich Farnbacher lässt erahnen, was sich hinter Schlagworten wie diesen verbarg.
Anischino brennt; jedes einzelne Haus wird angesteckt, nachdem die Truppen abgerückt sind; ich lasse das, in dem wir gewesen waren, nicht anbrennen, mögen es andere tun. Auch der Kommandeur ist nicht für solche Sachen. Aber es muss wohl sein, um den Russen wenigstens etwas Einhalt zu gebieten. Wir dürfen auch nicht danach fragen, ob die Zivilbevölkerung verhungert oder erfriert oder sonst umkommt.
Im Zusammenhang damit muss ich immer denken, wie merkwürdig ich bisher durch diesen Krieg gegangen bin: Ich habe noch keinen einzigen Schuss abgegeben, weder mit einem Geschütz noch aus einer Pistole oder aus einem Gewehr oder aus einem Maschinengewehr, habe noch kein Huhn, noch keine Gans geschlachtet, noch kein Haus angebrannt, noch keinen Befehl zur Erschießung irgendeines Russen erteilt, auch noch keiner Erschießung beigewohnt; wie merkwürdig, wie fast unglaublich das klingt! Aber ich bin so dankbar dafür. Ist doch schon genügend gemordet, gebrannt, zerstört worden in diesem unseligsten aller Kriege.«
Anischino, ein kleines Dorf knapp 200 Kilometer südlich von Moskau, erlebte Anfang Dezember 1941, was es bedeuten kann, wenn sich ein Eroberer plötzlich zurückzieht. Die kärglichen, aber warmen Hütten, nur wenige Stunden zuvor noch Obdach für die verfrorenen deutschen Soldaten, sind nun zur Vernichtung vorgesehen. Die vordringenden Rotarmisten sollen hier ihren Kampf ohne jeden Stützpunkt fortsetzen. Um das Schicksal der Bewohner von Anischino kümmert sich dabei kaum jemand. »Winterkrieg« hieß das im Landserjargon; später dann »verbrannte Erde«. Der Auszug aus dem Tagebuch des Leutnants Friedrich Farnbacher lässt erahnen, was sich hinter Schlagworten wie diesen verbarg.
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