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Kriemhilds Rache

Ein Lehrstück über den Terror?

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Die Nibelungen – Die letzten Tage von Burgund« heißt das Drama, das dieses Jahr im Zentrum der Wormser Nibelungenfestspiele steht. Inszeniert wird es von Dieter Wedel. Mit P.M. HISTORY sprach der Regisseur über den politischen Sprengstoff, der in der Geschichte von Kriemhilds Rache steckt.

P.M. HISTORY: Ganz persönlich – wer ist Ihr Lieblingsheld im Nibelungenlied?

Wedel: Ich bewundere Gunther, weil er das Unmögliche will. Die Brünnhilde nach Worms zu holen, das wäre, wie wenn einer heute Julia Roberts in die Provinz nach Worms holen wollte. Das kann nur schiefgehen, selbst wenn sie sich am Anfang
lieben. Sie kommt aus einer ganz anderen Welt. Gunther ist ihr nicht gewachsen. Das ist ihm klar, und doch unternimmt er es. Das ist stark.

P.M. HISTORY: Dabei ist die strahlende Figur doch eigentlich Siegfried.
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