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Windkraft

Drachen schleppen Frachter

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Drachen schleppen FrachterDrachen schleppen Frachter

Gerade erst schienen Frachtschiffe mit Segeln, die den Wind als zweiten Motor nutzen, das Nonplusultra der Transporttechnik zu sein – und schon ist die Idee überholt.

»Viel zu teuer und umständlich«, sagt Dave Culp. Der kalifornische Rennsegler will zwar ebenfalls die Windkraft nutzen – aber viel konsequenter und effizienter. Sein Plan: Mit Helium gefüllte Zeppeline sollen in mehreren hundert Metern Höhe günstige Luftströmungen aufsuchen und dann große Fracht- sowie Containerschiffe ins Schlepptau nehmen. Zusätzlich fahren die »Zigarren« an beiden Seiten riesige Segel von jeweils der Größe eines Fußballfelds aus.

Die Konstruktion namens »KiteTug« (Schleppdrachen) hat eine Kabine für drei Mann Besatzung, die den »Windschlepper« navigiert. Mit dieser Antriebstechnik könnten Schiffe bis zu 30 Prozent Treibstoff einsparen, hat der Segelpionier errechnet. Culp will auch Transatlantik-Törns anbieten: Der KiteTug soll zwischen Lissabon und Miami sowie New York und London pendeln. Dass er sich mit Großsegeln auskennt, belegt seine Vita: Er hat bereits für 70 Segeljachten Drachensegel angefertigt, und er hält den Weltrekord für das größte Segel dieser Art.

»Die Segeltechnik wurde vor 7000 Jahren erfunden, aber keiner hat sie seither durchgreifend optimiert«, sagt Culp. Jetzt will er beweisen, dass er es besser kann.

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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