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Discolicht

Discolicht reinigt Wasser

Ultraviolette LEDs (Discolicht) reinigen kostengünstig und umweltfreundlich Trinkwasser. Das Verfahren könnte vielen Menschen in wasserarmen, heißen Regionen das Leben erleichtern. Erste Testreihen haben Forscher des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Instituts und der TU Berlin bereits erfolgreich abgeschlossen.

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Discolicht reinigt kostengünstig und umweltfreundlich Trinkwasser
Wikimedia Commons

Die Technik baut auf einer alten Erkenntnis auf. Hartes UV-Licht schädigt nicht nur unsere Haut, sondern zerstört auch das Erbgut von Bakterien, Viren und Sporen. Die ersten UV-LED-Tests machten die Forscher zunächst an stehendem Wasser. Sie versetzten Leitungs- und geklärtes Abwasser mit Sporen des Bakteriums Bacillus subtilis. Anschließend bestrahlten sie das verunreinigte Wasser mit unterschiedlichen UV-C-Lichtdosen. Ergebnis: Das Wasser war desinfiziert.

Zum Vergleich: UV-A-Licht ist die schwächste Strahlung dieser Art und wird als Discolicht, so genanntes Schwarzlicht in Discos mit blau-violetten Effekten, eingesetzt. UV-C-Licht ist mit einer erheblich stärkeren Strahlung versehen.

Discolicht reinigt Wasser

Für eine Testreihe mit fließendem Wasser bauten die Forscher ein weiteres UV-LED-Modul. Es lässt das Licht konzentrisch, also kreisförmig strahlen. Auch das schädigte die Mikroorganismen, aber weniger effektiv. Jetzt erschließen die UV-Forscher weitere Möglichkeiten, die Lichtdosis zu erhöhen.

Die neue UV-Reinigungstechnik könnte Quecksilberdampflampen ablösen, die gängigste Technik zur Wasserreinigung, aber leider giftig. Weitere Vorteile des Discolichts: Es benötigt keine Aufwärmphase und ist langlebig.

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