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Wissenschaft

Die Welt von morgen

Die Wissenschaft steht vor Durchbrüchen mit unvorstellbaren Konsequenzen für die Menschheit. Wir haben die 7 wichtigsten Szenarien untersucht, die bis 2050 Wirklichkeit werden könnten.

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Zu Recht stößt das Klonen von Menschen auf ethische Vorbehalte. Dennoch arbeiten weltweit zahlreiche Wissenschaftler daran
iStockphoto

1. Das Klonen von Menschen

Was bei Tieren schon Routine ist, stellt die Wissenschaftler beim Menschen noch vor große Probleme:
die Reproduktion ohne Zutun von Vater und Mutter. Sollen wir darauf hoffen?

Seit der Geburt des Schafs Dolly im Jahr 1996 scheint das Klonen von Menschen für reproduktive Zwecke nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Dolly war das erste geklonte Säugetier der Welt. Mittlerweile kann man von vielen Tierarten Reproduktionen einzelner, besonders wertvoller Exemplare herstellen - von der Laborratte bis zum Rassehund. Nur beim Menschen ist das trotz aller Behauptungen dubioser Wissenschaftler bisher noch nicht nachweisbar gelungen. Die einzigen existierenden menschlichen »Klone« werden von der Natur selbst geschaffen: eineiige Zwillinge. Beim Klonen von Lebewesen im Labor wird der Kern einer Eizelle durch den Zellkern eines anderen Individuums ersetzt. Die ersten geklonten menschlichen Embryonen wuchsen allerdings nur bis zum kugeligen Zellhaufen, dem sogenannten Morula-Stadium, heran. Möglicherweise wurde bei der Übertragung des Zellkerns die Fähigkeit der Chromosomen beeinträchtigt, sich während der Zellteilung richtig anzuordnen. Beim Menschen sei es eine echte Herausforderung, überhaupt genügend intakte Eizellen zu erhalten, um damit das richtige Timing und den richtige Chemikalien- Mix für das Klonen üben zu können, sagt Robert Lanza vom Biotech-Unternehmen Advanced Cell Technology im amerikanischen Worcester/Massachusetts, das 2001 wegen der ersten Klonversuche mit menschlichen Embryonen für Schlagzeilen sorgte.

Schon kleinste Fehler im Klonprozess führen zu Entwicklungsstörungen, wie man aus langjähriger Klonerfahrung mit Tieren wisse. Das »reproduktive Klonen« (Austragen des Klons in einer Leihmutter) ist im Gegensatz zum therapeutischen Klonen (Weiterzucht im Labor zur Gewinnung von Gewebe und Organen) in vielen Ländern verboten. In Deutschland steht es unter Strafe. Zu zahlreich sind neben ethischen Bedenken offene Fragen wie: »Darf man Menschen ohne ihre Zustimmung klonen?« Doch auch für das Klonen finden sich Argumente. Der Molekularmediziner George M. Church von der Harvard Medical School hält es für möglich, dass geklonte Menschen ein erfüllteres Leben führen: »Wenn ich mit 25 erfahre, dass ich sehr musikalisch bin, aber nie Musikunterricht hatte, könnte ich meinem wesentlich jüngeren Klon raten, schon im Alter von fünf Jahren mit dem Musizieren anzufangen.« Sein Kollege Lanza meint, dass der erste geklonte Mensch wahrscheinlich »in einem Land mit weniger restriktiven Gesetzen von einem reichen Exzentriker« geschaffen wird.

2. Vorstoß in neue Dimensionen des Raums

Die theoretische Physik rechnet fest damit. Doch was geschieht mit uns, wenn es tatsächlich mehr als drei Dimensionen geben sollte?

Ist der uns bekannte dreidimensionale Raum nur der Schatten einer mehrdimensionalen Wirklichkeit? Erkennen wir diese nur deshalb nicht, weil sie sich auf Teilchenebene in so kleinem Maßstab abspielt, dass wir nicht zu ihr vordringen können? Oder weil wir von Natur aus auf die dreidimensionale Weltsicht programmiert sind wie die Raupe auf ihr Blatt? Der Teilchenbeschleuniger LHC am Forschungszentrum CERN bei Genf könnte helfen, das Geheimnis zu entschlüsseln. Dort werden Teilchen so aufeinandergejagt, dass sie genug Energie freisetzen, um die Dreidimensionalität eventuell aufzubrechen, in der sie gefangen sind. Nach den Gesetzen der Quantenmechanik benötigt ein Teilchen umso weniger Raum, je mehr Energie es besitzt. Erhöht man die Teilchenenergie auf mehr als ein Teraelektronenvolt (TeV), sinkt die Teilchenausdehnung auf unter 10-19 Meter. Sollte es nun eine zusätzliche Dimension dieser Größenordnung geben, könnte das Teilchen buchstäblich in sie hineinfallen und würde zu vibrieren beginnen. Diese Vibrationen sollte man auch in unseren drei Dimensionen messen können, glauben die Physiker. Doch auch auf andere Weise könnten sich zusätzliche Dimensionen verraten: Sollte der LHC subatomare Schwarze Löcher produzieren, wären sie allein Beweis genug. Denn die Schwerkraft im normalen dreidimensionalen Raum ist zu schwach, um Schwarze Löcher dieser Größe hervorzubringen. Die Entdeckung weiterer Dimensionen würde nicht nur die Physik umwälzen, sondern auch verwandte Disziplinen. Phänomene wie die kosmische Beschleunigung könnten damit erklärt werden. Womöglich wäre eine solche Entdeckung sogar die Vorstufe zu einem völlig neuen Verständnis der Dimensionen: Vielleicht basieren Raum und Zeit auf physikalischen Prinzipien, die ihre Wurzeln in einer raum- und zeitlosen Sphäre haben. Doch egal, wie aufregend Physiker die zusätzlichen Dimensionen in der Theorie finden, selbst erleben werden wir sie nie. Denn wenn sie für die Teilchen zugänglich wären, aus denen natürlich auch unser Körper besteht, würde diese zusätzliche Bewegungsfreiheit die komplexen Strukturen zerstören, die uns am Leben erhalten.

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Autor/in: Gustoni Bertram

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