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Juden, Christen & Moslems
Die uneinigen Söhne des Abraham
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Sie haben alle dieselben Wurzeln: die fünf Bücher Mose der Bibel. Alle verehren sie denselben Gott und beziehen sich auf Abraham als ihren Stammvater. Worin unterscheiden sich die drei Religionen, was haben sie gemeinsam?
Auch wenn es viel Streit zwischen Juden, Christen und Moslems gebe, so äußerte sich vor etwa zwanzig Jahren der katholische Theologe Hans Küng, brauche man Vertreter dieser drei Religionen lediglich an einen Tisch mit Kollegen aus den indischen und chinesischen Glaubensrichtungen zu setzen. Dann würden sie schnell erkennen, wie viel sie gemeinsam hätten. Um diese Gemeinsamkeiten der »abrahamitischen« Religionen zu erforschen – abrahamitisch, weil sich alle auf den biblischen Abraham als ihren Stammvater berufen –, hat Küng damals eigens ein »Projekt Weltethos« ins Leben gerufen. »Keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden«, das war seine Losung.
Leider liegt das ersehnte Ziel immer noch in weiter Ferne. Das ist nicht überraschend. Denn jede dieser Religionen hat eine grundlegende Überzeugung: Sie halten ausschließlich ihre Glaubensrichtung für die alleingültige. Hier haben die Juden freilich den Anfang gemacht. In der Thora (den fünf Büchern Mose), der Hauptquelle der jüdischen Lehre, heißt es, dass Moses das Gesetz von Gott empfangen habe und dass es nach Moses keinen ebenbürtigen Propheten mehr geben könne. Eine ähnliche Ausschließlichkeit enthält das Neue Testament. Und natürlich sind die Moslems ebenso überzeugt, dass Mohammed der letzte Prophet gewesen sei.
Auch wenn es viel Streit zwischen Juden, Christen und Moslems gebe, so äußerte sich vor etwa zwanzig Jahren der katholische Theologe Hans Küng, brauche man Vertreter dieser drei Religionen lediglich an einen Tisch mit Kollegen aus den indischen und chinesischen Glaubensrichtungen zu setzen. Dann würden sie schnell erkennen, wie viel sie gemeinsam hätten. Um diese Gemeinsamkeiten der »abrahamitischen« Religionen zu erforschen – abrahamitisch, weil sich alle auf den biblischen Abraham als ihren Stammvater berufen –, hat Küng damals eigens ein »Projekt Weltethos« ins Leben gerufen. »Keinen Weltfrieden ohne Religionsfrieden«, das war seine Losung.
Leider liegt das ersehnte Ziel immer noch in weiter Ferne. Das ist nicht überraschend. Denn jede dieser Religionen hat eine grundlegende Überzeugung: Sie halten ausschließlich ihre Glaubensrichtung für die alleingültige. Hier haben die Juden freilich den Anfang gemacht. In der Thora (den fünf Büchern Mose), der Hauptquelle der jüdischen Lehre, heißt es, dass Moses das Gesetz von Gott empfangen habe und dass es nach Moses keinen ebenbürtigen Propheten mehr geben könne. Eine ähnliche Ausschließlichkeit enthält das Neue Testament. Und natürlich sind die Moslems ebenso überzeugt, dass Mohammed der letzte Prophet gewesen sei.
Autor/in: P.J. Blumenthal























