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Jerusalems Untergang

Die unbarmherzige Rache der Römer

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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40 Jahre nach der Kreuzigung trat das ein, was Jesus seinen Jüngern prophezeit hatte.

Es war ein Kampf David gegen Goliath. Im Jahr 66 n. Chr. hatte sich Judäa gegen Rom erhoben und das unmöglich Geglaubte schien zunächst Wirklichkeit zu werden: Die Weltmacht hatte ernsthafte Schwierigkeiten, den Aufstand im längst besiegt geglaubten Palästina unter Kontrolle zu bringen.

Auslöser des Konflikts waren die jüdischen Hoffnungen auf einen starken Gottesstaat, die in krassem Gegensatz zur römischen Fremdherrschaft standen. Vor allem die Sekte der Zeloten kämpfte mit Waffengewalt gegen die Besatzer. Die fanatischsten unter ihnen, wegen ihrer Attentate »Dolchmänner« genannt, schreckten auch vor Mord nicht zurück. Opfer wurden dabei vor allem die eigenen Landsleute aus der Oberschicht, die sie der Zusammenarbeit mit dem Feind bezichtigten.

Die Situation für Rom war jedoch nicht nur in Palästina gefährlich. Der Aufstand hatte Auswirkungen auf die gesamte römische Außenpolitik, weil die Entwicklung in Judäa auch von anderen Provinzen mit größtem Interesse verfolgt wurde. Wenn Rom nicht schnell die Oberhand gewann und an den Aufständischen ein Exempel statuierte, könnten auch andere Länder versuchen, das römische Joch abzuschütteln. Dass der verzweifelte Kampf der ungleichen Gegner genauestens überliefert ist, verdanken wir übrigens nicht nur römischen Quellen, sondern in erster Linie einem Mann, der selbst an dem Aufstand beteiligt war: Joseph ben Mathitjahu.
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