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Serie Teil 4: P.M. Museen-Guide

Die spannendsten Museen

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Die spannendsten MuseenDie spannendsten Museen

Diese Museums-Tour entführt Sie in alle Ecken Europas – von Finnland bis in die Türkei, von Irland bis nach Russland. Zu spektakulären Kunstsammlungen und außergewöhnlichen Museumswelten.

British Museum

Adresse: England / London WC1B 3DG / Great Russell Street
Telefon: 0044 / 20 7323 8299
Internet: www.thebritishmuseum.ac.uk
E-Mail: information@thebritishmuseum.ac.uk

Das British Museum ist nicht irgendein Museum, sondern mit seinen mehr als sechs Millionen Ausstellungsstücken die erste Adresse, wenn es um die Geschichte der Menschheit geht. Das Angebot reicht von ägyptischen Königsmumien über Michelangelos »Epifania« bis hin zu chinesischem Jadeschmuck. Ein kompletter Rundgang durch die insgesamt 94 Räume des 1753 gegründeten Museums wäre vier Kilometer lang. Zu den kostbarsten Schätzen des Museums zählt der Stein von Rosette: Der auf 196 v. Chr. datierte Fund half, die Sprache des Alten Ägypten zu entschlüsseln. Zahllose Besucher zieht auch der 200 Meter lange Fries an, der vom Parthenon-Tempel auf der Athener Akropolis stammt. Beeindruckend ist der Lichthof (links) von Architekt Norman Foster. Auf diesem größten überdachten öffentlichen Platz Europas befindet sich der berühmte Lesesaal.

Tipp: Der legendäre Lesesaal, in dem schon Karl Marx, Lenin und Charles Dickens gearbeitet haben, ist heute allen Besuchern zugänglich. Die Bücher wurden allerdings 1998 ausgelagert. Stattdessen gibt es PC-Info-Terminals.

Museum Tinguely

Adresse: Schweiz / CH-4002 Basel / Paul Sacher-Anlage 1
Telefon: 0041 / 61 681 93 20 Fax: 0041 / 61 681 93 21
Internet: www.tinguely.ch
E-Mail: infos@tinguely.ch

Hier rattert, quietscht, kracht und pufft es. Lampen blinken in allen Farben, bunter Schrott rotiert: Dieses Museum ist einfach anders! Der Chemie-Riese Hoffmann-La Roche ließ es ans Rheinufer bauen, um einen würdigen Ausstellungsplatz zu schaffen für die verrückten Maschinen von Jean Tinguely (1925 – 1991), die der Künstler aus Schrott zusammengesetzt hat. Tinguely machte einst im Basler Kaufhaus Globus eine Lehre als Dekorateur, wurde wegen Disziplinlosigkeit entlassen und hielt mit seinen Plastiken später der Wegwerfgesellschaft einen Spiegel vor. In der permanenten Ausstellung zeigt das Museum Maschinen-skulpturen, Reliefs und Zeichnungen des Künstlers aus allen Schaffensperioden. Es bietet aber auch ein umfassendes Programm mit Sonderausstellungen über Weggefährten und Zeitgenossen Tinguelys wie Niki de Saint Phalle und Yves Klein. Oder über seine Vorbilder wie Kurt Schwitters sowie über zeitgenössische kinetische Kunst.

Tipp: Die Ausstellung »Three Islands« präsentiert das Werk des
Schrottplastikers Richard Stankiewicz sowie Arbeiten der Bildhauerin June Leaf und »visuelle Poesie« von Robert Lax (bis 16. Januar 2005 )

Kobarid Museum

Adresse: Slowenien / 5222 Kobarid / Gregorciceva 10
Telefon: 00386 / 5 38 900 00 FAX: 00386 / 5 38 900 02
E-Mail: info@kobariski-muzej.si
Internet: www.kobariski-muzej.si

Thema dieses ungewöhnlichen Museums sind die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Anhand von Dokumenten, Fotos und Gegenständen ruft es das Schicksal Tausender einfacher Soldaten in Erinnerung. Die Fahnen (ganz rechts) sollen die verschiedenen Nationen der Kriegsteilnehmer symbolisieren. 1917 fand in der Nähe des Museums, am Isonzo-Fluss, eine der blutigsten Schlachten statt.

Tipp: Das Museum bietet vier verschiedene geführte Touren zu
Orten entlang der Isonzo-Front des Ersten Weltkriegs. Für alle Touren
ist Bergausrüstung erforderlich.

Staatliche Eremitage

Adresse: Russland / St.Petersburg / 34 Dvortsovaya naberezhnaya
Telefon: 007 / 812 117 3420 FAX:007 / 812 312 1550
Internet: www.hermitagemuseum.org
E-Mail: visitorservices@hermitage.ru

Mit seinen etwa drei Millionen Exponaten bietet das Petersburger Eremitage-Museum Kunst, Pracht und Prunk im Überfluss. Damit ist es eines der ältesten und zugleich größten Kunstmuseen der Welt: Die Sammlungen reichen von der prähistorischen bis zur modernen Zeit und sind in insgesamt 400 Räumen zu sehen. Zu den Gemäldesammlungen gehören Bilder solcher Meister wie da Vinci, Cézanne, Picasso und Monet. Darüber hinaus gibt es Edelsteine, Uhren, Gold, Silber, Porzellan, antike Vasen, Münz- und Medaillenkollektionen, Kleidung der Zaren, Thronstühle, Hofkutschen, Waffensammlungen und vieles mehr. Das Museum ist in einem Komplex von fünf historischen Palästen untergebracht: Kleine Eremitage, Große Eremitage, Neue Eremitage, Eremitage-Theater und Winterpalast, die einstige Zarenresidenz.

Tipp: Ab Ende Dezember 2004 zeigt die Eremitage die Ausstellung »Meisterstücke der Lomonossow-Porzellanmanufaktur«.
Die weltberühmte Manufaktur wurde 1744 in St. Petersburg gegründet

Chester Beatty Library

Adresse: Irland / Dublin 2 / Dublin Castle
Telefon: 00353 / 1 407 0750 Fax:00353 / 1 40 70 760
Internet: www.cbl.ie
E-Mail: info@cbl.ie

Ein Geheimtipp für Irlandbesucher: die Chester Beatty Library. Rund 22000 Manuskripte, seltene Bücher, Drucke und Miniaturen aus westlichen, mittel- und fernöstlichen Kulturen, darunter islamische und frühchristliche Werke, Bibel- und Korandrucke sowie japanische und chinesische Schriften und Miniaturen sind zu bewundern. Auch einige kostbare Kunstobjekte werden gezeigt. Die Bibliothek bietet regelmäßig Workshops und Lesungen an. Gründer der einzigartigen Kollektion ist der Millionär und leidenschaftliche Sammler Sir Alfred Chester Beatty (1875 – 1968), der sie komplett dem Staat vermachte.

Tipp: Das Museum bietet für Kinder Workshops zu Themen wie Buchbinden, chinesische Laternen basteln, Henna-Malereien oder
Kalligrafie. Buchung: educationservices@cbl.ie

museum für gesundheit Edirne

Adresse: Türkei / Edirne / Trakya.Üniversitesi. Sultan II.Bayezid Külliyesi Sagl?k Müzesi 22130 Yeniimaret
Telefon: 0090 / 284 212 09 22 Fax: 0090 / 284 212 09 22
Internet: www.trakya.edu.tr/kulliye E-Mail: kulliye@trakya.edu.tr

Das Museum befindet sich in einer Ende des 15. Jahrhunderts von Sultan Bayezid II. errichteten großen Heilanstalt in der Stadt Edirne, im Dreiländereck Türkei, Griechenland und Bulgarien. Zu einer Zeit, als in großen Teilen Europas Geisteskranke oft verfolgt und getötet wurden, gab es hier schon ganzheitliche Therapien. Die »osmanische Psychiatrie« behandelte geistig behinderte und psychisch kranke Patienten u. a. mit Musik, Wasserrauschen, speziellen Heilklängen und einer Art Aromatherapie. Heute können Museumsbesucher Platz nehmen und die Musik oder das Wasserplätschern auf sich wirken lassen, mit dem hier früher gemütskranke Menschen liebevoll beruhigt wurden.

Tipp: Das »Museum für Gesundheit« der türkischen Stadt Edirne erhielt den Museumspreis 2004 des Europarats.Die Jury würdigte die beispielhafte Behandlung eines so sensiblen Themas wie die geistige Behinderung.

Louisiana-Museum für Moderne Kunst

Adresse: Dänemark/Humlebæk G1/Kopenhagen/ Strandvej 13/ G1/
Telefon: 0045 / 4919 0719 Fax: 0045 / 4919 3505
E-Mail: curatorial@louisiana.dk
Internet: www.louisiana.dk

Das Louisiana-Museum, 35 Kilometer nördlich von Kopenhagen, ist eines der schönsten privaten Open-Air-Museen der Welt für moderne Kunst. Besucher aus aller Welt strömen jedes Jahr in das dänische Fischerdörfchen Humlebæk. Der Unternehmer Knud W. Jensen hat hier, im weitläufigen Park eines Landsitzes aus dem 19. Jahrhundert, mehrere Pavillons als Ausstellungsräume errichten lassen. Gezeigt wird moderne Kunst des 20. Jahrhunderts. Die erstklassige Schausammlung, at-traktive Wechselausstellungen und der sich bis ans Wasser erstreckende Skulpturenpark haben das Haus zu einem der beliebtesten Museen Nordeuropas gemacht. Spektakuläres Highlight: der Ausblick vom Park auf die gegenüberliegende Küste Schwedens.

Tipp: Im Louisiana-Museum finden jedes Jahr in der 1976 gebauten Konzerthalle Aufführungen statt. Am 15.4.2005 um 20 Uhr gastiert das renommierte Berliner Scharoun Ensemble. Reservierung: 0045 / 49 19 0720

Palais des Papes

Adresse: Frankreich / Avignon / Rue Pente rapide / Charles Ansidei 6
Telefon: 0033 / 4 90 27 50 00 FAX: 0033 / 490 86 36 12
Internet: www.palais-des-papes.com
E-Mail: rmg@palais-des-papes.com

Er ist einer der größten gotischen Paläste der Welt – und heute ein imposantes Museum. Die gigantische Anlage des Palais des Papes in Avignon verdanken wir der Tatsache, dass insgesamt vier Gegenpäpste in der politisch besonders unruhigen Zeit von um 1400 nicht in Rom, sondern in Avignon residierten. Die Zeit der Päpste machte Avignon – wie seine steinerne Brücke über die Rhône – zu einer weltberühmten Stadt. Die Oberhäupter der Christenheit investierten viel Geld in die Verschönerung des Bischofspalastes zu einem für sie standesgemäßen Sitz. Berühmte Künstler gestalteten den Innenbereich des gesamten Komplexes. Abgesehen von einigen Fresken aus dem 14. Jahrhundert ist die Ausstattung aber während der Französischen Revolution zerstört worden. Für einen Rundgang durch die ge-waltigen Säle und endlosen Korridore braucht man unbedingt einen Grundriss oder einen Führer, um sich nicht zu verirren.

Tipp: Die Räume des Papst-Palastes können für Feste und Kongresse mit bis zu 1500 Personen gemietet werden: Centre International des Congrès du Palais des Papes; Tel : 0033 / 490 27 50 00

The National Railway Museum York

Adresse: England / YorkNorth YorkshireYO26 4XJ / Leeman Road
Telefon: 0044 / 1904 / 621 261 Fax: 0044 / 1904 / 611 112
Internet: www.nrm.org.uk
E-Mail: nrm@nmsi.ac.uk

Das National Railway Museum im englischen York ist das größte Eisenbahnmuseum der Welt. Wie es sich gehört, befindet es sich unmittelbar neben dem Bahnhof auf einem ehemaligen Eisenbahngelände. Gezeigt werden 107 Lokomotiven aller Epochen, eine beachtliche Wagensammlung und als Glanzstück der komplette »Royal-Train« aus der Zeit von Königin Victoria. Dazu gibt es eine riesige Sammlung von Eisenbahn-Fundstücken und »Accessoires« aller Art. Der Eintritt ist frei.

Tipp: Nur in den Sommermonaten Juli und August kann man mit dem weltberühmten Express »Flying Scotsman« (1862) von York nach Scarborough und zurück fahren. Ticket-Buchung: 0044 / 870 145 1198

Liechtenstein Palais Wien

Adresse: Österreich / 1090 Wien / Fürstengasse 1
Telefon: Tel.0043 / 1 / 319 57 67 0 Fax:0043 / 1 / 319 57 67 20
Internet: www.liechtensteinmuseum.at
E-Mail: sandra.lindlbauer@liechtensteinmuseum.at

Neues Museums-Highlight in Wien: Das Liechtenstein Museum präsentiert die barocke Pracht der fürstlichen Sammlungen: Neben einer der größten Rubens-Kollektionen der Welt werden u. a. Werke von van Dyck und Raffael und Porträts von Friedrich von Amerling (rechts) aus dem 19. Jh. gezeigt.

Tipp: Sehenswert ist auch die neu gestaltete barocke Gartenanlage – mit der berühmten Brunnennymphe Franz Anton Zauners, die alle Stürme der Zeit unbeschadet überlebt hat. Zugang : Alserbachstrasse 14 – 16 1090 Wien

Espace de l'Art Concret, Donation Albers-Honegger

Adresse: Frankreich / 06370 Mouans-Sartoux / Château de Mouans
Telefon: 0033 / 4 93 75 71 50 Fax: 0033 / 4 93 75 88 88
Internet: www.mouans-sartoux.com/chateau/art_concret.htm
E-Mail: espace.art.concret@wanadoo.fr

Nahe Cannes, im Städtchen Mouans-Sartoux, haben Protagonisten des zeitgenössischen Museumsbaus – die Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer – einen faszinierenden Neubau in Form eines Turms errichtet. Die dortige Sammlung geometrischer Werke »konkreter Kunst« haben Gottfried Honegger und Sybil Albers zusammengetragen.

Sigmund-Freud-Museum

Adresse: Österreich / 1090Wien / Berggasse 19, A-1090 Wien
Telefon: 0043 / 1 319 15 96 Fax: 0043 / 1 317 02 79
Internet: www.freud-museum.at
E-Mail: office@freud-museum.at

Das Museum ist untergebracht in dem Haus in Wien, in dem Sigmund Freud (1856 – 1939), der Begründer der Psychoanalyse, von 1891 bis 1938 gelebt und gearbeitet hat. Gezeigt werden Dokumente und Kunst rund um das Thema Psychoanalyse. Nach einem Umbau sollen zu Freuds 150. Geburtstag (Mai 2006) die ganze Privatwohnung und die Praxis im Erdgeschoss des Hauses für Besucher geöffnet werden.

Van-Gogh-Museum
Adresse: Holland / Amsterdam / Paulus Potterstraat 7
Telefon: 0031 / 20 570 52 00 Fax: 0031 / 20 673 50 53
Internet: www.vangoghmuseum.nl E-Mail info@vangoghmuseum.nl.

Die Van-Gogh-Sammlung beinhaltet Gemälde aus allen Schaffensperioden des Künstlers – zeigt daher auf beeindruckende Weise die Veränderung und Entwicklung seiner Kunst. Einige seiner berühmtesten Bilder sind zu sehen, darüber hinaus auch Meisterwerke anderer Künstler, zum Beispiel von seinem Freund und Zeitgenossen Gauguin und von Monet.

Guinness Museum der Rekorde
Adresse: Dänem. / Kopenhagen / Ostergade 16 / Strøget
Telefon: 0045 / 33 32 31 31
Internet: www.guinness.dk

Hier gibt es 13 Galerien, in denen die verrücktesten Rekorde der Welt zu bestaunen sind. Zum Museum gehört ein Marktplatz der Superlative: mit dem höchsten Kuchen der Welt, dem schwersten Apfel usw. In der Datenbank kann man Videos über spektakuläre Rekorde anschauen.

Theatermuseum Helsinki
Adresse: Finnland / Helsinki / Kaapelitehdas, Tallberginkatu, 1G.
Telefon: 00358 / 9 685 09 123 Fax: 00358 / 9 685 09 121
Internet: www.teatterimuseo.fi E-Mail: tietopalvelu@teatterimuseo.fi

Theatergeschichte hautnah: Die Dauerausstellungen »Kraft und Magie«, »Arkaden-Theater« und »Theater-Dachboden« laden ein zu einem Bummel durch die finnische Theaterhistorie. Wechselnde Ausstellungen ergänzen das Angebot.

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Autor/in: Manon Baukhage


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