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P.M. Welt des Wissens

Die P.M. Geschichte

Die erste Ausgabe erschien am 4. Oktober 1978 in einer Auflage von 200.000 Exemplaren. Das Heft kostete 5 DM. Die Titelgeschichte stellte die Frage: „Können aus Affen noch Menschen werden?“ Wie es zur Gründung und zur Namensgebung der Hefte der P.M.-Welt kam.

1978: Die erste Ausgabe von P.M. Magazin

Der Name „P.M. Magazin“

Der Name des Magazins trägt den Namen seines Gründers, Gerhard Moosleitner. Mit einer Konzession: Aus Gerhard Dietrich Maria Moosleitner wurde Peter Moosleitner. Die Titelzeile „Peter Moosleitners interessantes Magazin“ wurde 2001 geändert in „Peter Moosleitner Magazin. Die moderne Welt des Wissens“. Seit der Ausgabe 03/2004 heißt das Heft "P.M. Welt des Wissens".

Eine kleine Geschichte zur Namensgebung

Im Dezember 1976 hatten die Entwickler schon ein Dutzend Beiträge für ihre Zeitschrift fertig - aber noch immer keinen Namen für sie. Mehrere Brainstormings brachten über siebenhundert Namenswörter, aber kein überzeugendes Resultat. Die Schwierigkeit: Wie kann man in einem Wort den Inhalt einer Zeitschrift ausdrücken, in der alles stehen kann, vorausgesetzt, es ist interessant. Als Moosleitner und Art Director Riescher Anfang Dezember 1976 die ersten fertigen Geschichten in Hamburg präsentierten, mussten sie zugeben, noch keinen Titel gefunden zu haben. Am Ende dieser Präsentation überreichte Vorstandsmitglied Rolf Poppe Moosleitner ein verschlossenes Kuvert und schärfte ihm zugleich ein, es erst zu Hause in München zu öffnen.

Der berühmte Zettel, auf dem der Name der neuen Zeitschrift stand

Was hatte sich Poppe ausgedacht? Der neuen Zeitschrift den Namen des Mannes zu geben, der sie sich ausgedacht hatte. Poppe wusste nur nicht, wie Moosleitner mit Vornamen hieß. Ihm fiel „Peter“ ein. Der Name allein war ihm nicht genug, deshalb kam es zu der Beschreibung „Peter Moosleitners interessantes Magazin“. Als Moosleitner den Umschlag – natürlich nicht erst im Flugzeug – öffnete, dachte er im ersten Moment „so ein Blödsinn“, im zweiten „genial!“ 

So kam es zum Titel des P.M. Magazins und zum Pseudonym Peter Moosleitner. Moosleitner beantragte einen Autorennamen, der heute noch in seinem Pass und seiner Kennkarte unter der Rubrik Ordens– oder Künstlername eingetragen ist: Gerhard Peter Moosleitner.

Anfang und Gründung

Februar 1976 erstes Gespräch zwischen dem damaligen Chefredakteur der Zeitschrift ELTERN, Otto Schuster, und dem damaligen leitenden Redakteur der Zeitschrift ELTERN, Gerhard Dietrich Maria Moosleitner: Er erhielt den Auftrag, eine neue Zeitschrift zu entwickeln.

Noch im selben Monat tagte in einem Wirtshaus am Starnberger See eine Dreiergruppe, bestehend aus Dieter Eisenlau, damals Art Director von ELTERN, später viele Jahre lang in gleicher Position bei BRIGITTE, und Kurt Gessl, Mitglied der Chefredaktion ELTERN - später viele Jahre in gleicher Funktion bei P.M. - und: Gerhard Moosleittner.

Ein erstes Brainstorming ergab zwei Ideen: Erstens sollte die Zeitschrift Berichte enthalten, die „automatisch“ das Interesse jüngerer Leser wecken sollten – etwa, weil Inhalte wie Größe, Rätselhaftigkeit, Geschwindigkeit und Konflikt dominierten. Zweitens sollte die Zeitschrift mit einer Neuerung auf dem Markt erscheinen, mit einer Schallfolie nämlich, die statt Musik „akustische Illustrationen“ zu möglichst vielen Beiträgen anbieten sollte. Eine Schallplatte im Single-Format, eigens produziert und zweiseitig bespielt, enthielt das Geräusch des Düsenflugzeugs Tornado, die Lieder der Buckelwale im Atlantik, einen Kriegstanz der Ogallalla–Sioux, dazu Synthesizer–Musik: Eine Trompete sang „Lili Marleen“ so, dass man jedes Wort verstehen konnte. Zu jeder Klangprobe gab es einen Beitrag mit Bild und Text. Moosleitner: „Wir hielten die Idee Schallfolie ängstlich geheim – aus Sorge, jemand könnte sie uns wegnehmen und vor uns damit auf den Markt kommen.“ 

Im Oktober 1976 - also etwa acht Monate nach Aufnahme der Überlegungen für das Projekt – schied Moosleitner aus der laufenden Redaktionsarbeit bei ELTERN aus, um sich nur noch der Entwicklung des neuen Objekts zu widmen. Zusammen mit dem Art Director Siegfried Riescher begann Moosleitner, (s)eine Zeitschrift nach den soeben definierten Merkmalen zu entwickeln.

Im Spätwinter 1977 wurde das erste P.M.–Heft gedruckt. Jeder Blattmacher weiß, das nur das gedruckte Heft den wirklichen Eindruck vermittelt – alle Vorstufen dazu können eine trügerische Wirkung haben. Bei der Druckerei waren rund 25 Exemplare in Auftrag gegeben. Doch mehr als zehntausend liefen tatsächlich über die Offsetdruckzylinder. Denn, so der Techniker an der Maschine: „Geh, Herr Moosleitner, was woll’n’s denn mit eanere dreißig Exemplare – da san doch schon achttausend durch, bevor die Farben stimmen!“ Die Verlagsspitze von Gruner + Jahr lehnte die Markteinführung im Juni 1977 ab, empfahl aber eine Weiterentwicklung.

Das „Prinzip Aha–Erlebnis“

Am 1. Juni 1977 bezog eine fünfköpfige Entwicklungsmannschaft unter Leitung Moosleitners eine Villenetage im Münchener Stadtteil Bogenhausen. Mitwirkende waren Art Director Siegfried Riescher, redaktioneller Mitarbeiter Wolfgang Bührer, Layouter Volker Barth und Bildredakteurin Rosmarie Albig. Wichtigste Änderung im neuen Konzept war es, ausführlichere Geschichten mit mehr Leseerlebnis zu produzieren, ein „älteres“ Heft also. Seine Lieblingsidee konnte Moosleitner nicht in den zweiten Entwicklungsschritt hinüberetten: die Schallfolie. 
Am 4. Juni 1978 entschied der Aufsichtsrat, dass P.M. in den Markt geschickt wird.

Die ersten Hefte

Im Juni 1978 stand fest, dass die erste Ausgabe am 4. Oktober gedruckt und ausgeliefert sein sollte. Jetzt wurde es hektisch, denn das bedeutete ja, dass das Heft Mitte September komplett an die Technik abgeliefert wurde. Und von da an jeden Monat eine weiteres. Die kleine Redaktion zog in das Verlagsgebäude Gruner + Jahr München um, und so ging es manchmal, in den Worten Moosleitners, zu: „Mittags wurde in der G+J-Kantine an der Neherstraße immer Skat gespielt. Manchmal ging ich auch hin, um mich etwas zu entspannen. Einmal sagte ich zu Otto Schuster: „Otto, heute Vormittag habe ich einen guten P.M.–Bericht zustande gebracht.“ Darauf er: „Dann freu dich doch!“ Ich: „Tue ich nicht.“ Otto: „Warum nicht?“ Ich: „Weil ich nachmittags noch einen schreiben muss.“
 

Das P.M. Computerheft

Das P.M. Computerheft

1982 erschien erstmals das P.M.-Computerheft, das dann bis zum Ende der achtziger Jahre weitergeführt wurde. Dieser Zeitschrift lag der Gedanke zu Grunde, dass nur wer den Computer wenigstens in seinen Grundzügen versteht, die Chancen voll ausloten kann, die der elektronische Rechner bietet. Nur wer wenigstens ein Grundwissen auf den Gebieten Mikroelektronik und Informatik hat, kann behaupten, er lebe wirklich in unserer Zeit und sei in ihr zu Hause. Als Computer Allgemeingut wurden und Computerzeitschriften den Markt überschwemmten, gab es keinen Grund mehr für ein P.M. Computerheft. Unsere letzte Ausgabe erschien am 27. September 1989.

 

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