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Glücksspiel

Die Macht der weiblichen Hand

Wer wagt, gewinnt – aber nicht immer. Die Risikofreude der Menschen ist groß, gerade was das liebe Geld betrifft. Beim Roulette etwa setzen manche Spieler ihre gesamte Existenz aufs Spiel. Warum gehen sie dieses Wagnis ein? Nicht der Adrenalinkick allein oder eine Glücksspielsucht stehen dahinter. Das Verhalten könnte auch durch eine weibliche Berührung ausgelöst worden sein.

Auch beim Poker erhöht die Berührung einer weiblichen Hand die RisikobereitschaftAuch beim Poker erhöht die Berührung einer weiblichen Hand die Risikobereitschaft
Auch beim Poker erhöht die Berührung einer weiblichen Hand die Risikobereitschaft
Thomas van de Weerd/Wikimedia Commons

Eine Studie der Wissenschaftler Jonathan Levav von der Columbia Universität und Jennifer Argo von der Universität Alberta ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Die Risikobereitschaft steigt, nachdem ein Mensch von einer Frau an der Schulter berührt worden ist. Dabei ist es ganz egal, ob der Empfänger dieses Reizes männlich oder weiblich ist.

Bei ihrem Versuch testeten die Forscher das Risikoverhalten bei Finanzinvestitionen oder im Glücksspiel. Jeder Teilnehmer wurde unterschiedlich begrüßt: Durch einen Mann oder eine Frau mit einer leichten Berührung an der Schulter, einem Händeschütteln oder ganz ohne Körperkontakt. Der Schulterkontakt durch eine Frau löste die größte Risikobereitschaft aus.

Probanden, die keinen körperlichen Kontakt hatten oder von einem Mann berührt wurden, zeigten keine Auswirkungen. Die Wissenschaftler erklären das Ergebnis so. Mütter schenken ihren Kindern durch den engen Kontakt mit ihnen ein elementares Gefühl von Geborgenheit. Das führt zu einem großen Vertrauen, das Menschen grundsätzlich wagnisbereit macht. Die Berührung an der Schulter aktiviert diese von klein auf angelegte Bereitschaft.

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