Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Meeresriesen
Die letzte Chance
Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Die Touristen auf der »Ocean Explorer« vor der Küste der Hawaii-Insel Maui reißen ihre Kameras hoch. »Wal voraus!«, schallt der Ruf des Kapitäns zum zweiten Mal über das Deck. Dreißig Köpfe drehen sich in die Richtung, in die sein ausgestreckter Arm zeigt. Majestätisch langsam hebt sich dort ein grau-schwarzer Bogen über die Wasseroberfläche, kaum hundert Meter vom Boot entfernt: der Rücken eines Buckelwals. Aus dem Blasloch stiebt eine dampfende Atemluftwolke meterhoch in den Himmel.
Wenig später ein noch beeindruckenderes Schauspiel: Der Buckelwal springt. Elegant wuchtet er fast seinen gesamten, mehr als zwanzig Tonnen schweren Körper aus dem Wasser, dreht sich einmal halb um die eigene Achse und fällt danach in die Fluten zurück. Mehrmals wiederholt er dieses Spiel. Zuletzt streckt er seine V-förmige Schwanzflosse, die Fluke, aus dem Wasser, als würde er freundlich winken. Dann taucht er ab.
Ortswechsel. Auf den Färöer-Inseln bläst das Horn zur traditionellen Waljagd. Draußen auf dem Wasser sind Grindwale gesichtet worden, die mit dem warmen Golfstrom nach Norden ziehen. Hunderte Männer stürzen johlend aus den Häusern, lassen ihre Arbeit ruhen, um in Boote zu steigen. Gemeinsam fahren sie aufs Meer und umzingeln die bis zu mehrere Dutzend Tiere umfassenden Familienverbände. Dann drängen sie sie langsam ins flache Wasser einer Bucht.
Wenn es für die Wale kein Entrinnen mehr gibt, ertönt der traditionelle Schlachtruf »Grindabod, Grindabod!« (Grind-Alarm). Mit langen Messern und Fleischerhaken fallen die Männer im knietiefen Wasser über die etwa fünf Meter langen Meeressäuger her: Sie rammen stumpfe Pflöcke tief in deren Atemlöcher, bis die Tiere am eigenen Blut ersticken. Ihr Todeskampf dauert oft Stunden. Das Wasser in der Bucht färbt sich dabei blutrot.
Große Bewunderung hier, rücksichtslose Jagd dort. In dieser zwiespältigen Situation befinden sich die Giganten der Meere zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Von den rund 80 bekannten Walarten gelten nahezu alle als bedroht, einige stehen sogar am Rande des Aussterbens. Gab es einst laut Schätzungen in den Weltmeeren rund 250000 Blauwale – die mit bis zu 30 Meter Länge größten Tiere der Erde –, ist ihre Zahl heute auf 2000 gesunken. Sie stehen ebenso auf der roten Liste wie Buckel-, Finn- und Seiwale. Von den Nordkapern sind gar nur wenige hundert Tiere übrig geblieben. Und das, obwohl ihre Jagd schon 1935 international verboten wurde. Doch die Bestände haben sich nicht mehr erholt.
- Biologie
- Tierschutz
- Schallschutz
























