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Nibelungen

Die historische Wahrheit

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Drachentöter gibt es in vielen Mythen Europas. Besonders ähnlich sind sich die isländische »Edda« mit ihrem Recken Sigurd und das deutsche Nibelungenlied. Berichten diese Sagen von tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen? Haben Siegfried, Gunther und Hagen wirklich gelebt?

Drachen, Riesen und Zwerge, eine Tarnkappe und ein wunderbares Schwert, ein übermenschlich starker Mann und eine Frau mit unbändigen Kräften – all dies finden wir im Nibelungenlied. Woher kommen diese archaischen Motive? Haben Siegfried und Brunhild, Kriemhild, Etzel und Hagen vielleicht noch eine ganz eigene, geheimnisvolle Geschichte, die das Nibelungenlied nur andeutet? Schon gotländische Bildsteine aus dem 8. Jahrhundert und comicartige Steinritzungen aus dem 11. Jahrhundert zeigen Szenen, die eng mit den Personen und Ereignissen im Nibelungenlied zusammenhängen. Was könnte dort berichtet worden sein? Eine Art Familiengeschichte erzählt die Völsungensaga, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts vermutlich am Hof des norwegischen Königs Hákon Hákonarson ein unbekannter Schreiber aus verschiedenen Liedern zusammenfügte:

Sigurds (= Siegfried im Nibelungenlied) Großvater war Völsung. Damit gehörte Sigurd zu einem berühmten Geschlecht, das vom germanischen Gott Odin abstammte. Als Stammvater Völsung einst ein großes Fest ausrichtete, tauchte unerwartet ein einäugiger, graubärtiger Mann mit Schlapphut und weitem Mantel auf. Wortlos stieß er ein Schwert tief in den Stamm einer Eiche – das konnte nur Odin sein. Dieser versprach: Wem es gelinge, das Schwert herauszuziehen, dem sollte es gehören. Alle Recken versuchten es – vergeblich.
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Autor/in: Britta Quebbemann


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