Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Astronomie
Die Heimat der Aliens
Wir sind vielleicht doch nicht allein im All. Astrophysiker haben herausgefunden: Jenseits unseres Sonnensystems gibt es gigantische Wassermassen – Ozeane, in denen Leben möglich ist. Noch kann sich niemand vorstellen, wie Bewohner solcher Welten aussehen und was ihre Existenz für uns bedeuten würde. Doch die Suche nach den »Wasserplaneten« und ihren Geheimnissen hat begonnen
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Die Aussage ließ die Welt aufhorchen: 10000 hoch entwickelte Zivilisationen soll es allein in der Milchstraße geben, zahllose weitere in den Tiefen des Alls. Das jedenfalls behauptete kürzlich Seth Shostak, Chefastronom des SETI-Instituts in Kalifornien, wo die weltweite Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz koordiniert und ausgewertet wird. Noch fantastischer, was der Experte darüber hinaus angekündigt hat: Bereits in den nächsten zwanzig Jahren würden wir erste Kontakte mit extraterrestrischen Lebewesen aufnehmen.
Doch nicht nur Shostak hat die Diskussion um die Existenz von Aliens wieder angeheizt. Auch Astrophysiker verfolgen zurzeit eine heiße Spur im All. Ihre neueste Vermutung: Der Kosmos ist reich an so genannten Wasserplaneten: Welten also, in denen eine entscheidende Bedingung für die Entwicklung von Leben gegeben ist.
Zumindest von Leben, so wie wir es definieren. Hier stellt sich bereits die vielleicht schwierigste Frage bei der Suche nach außerirdischen Lebensformen: Sind sie, wenn es sie gibt, so anders als wir, dass wir sie nicht wahrnehmen? Lässt sich unsere Vorstellung von Leben überhaupt nach »draußen« übertragen? Oder ist der Glaube an Aliens nur Ausdruck der Hoffnung, dass wir nicht allein sind im Universum?
Die Spekulationen über extraterrestrisches Leben sind nicht neu. Sie beschäftigen die Menschen, seit diese erkannt haben: Jenseits der Erde existieren andere Welten, die der Erde ähneln. Im Visier waren dabei zunächst nur der Mond und die Planeten unseres Sonnensystems. Als Galileo Galilei (1564 – 1642) zum ersten Mal den Mond mit einem Fernrohr betrachtete, war er erstaunt über die Ähnlichkeit mit irdischen Meeren, Gebirgen, Tälern und Flüssen.
Der Gedanke an außerirdische Zivilisationen stürzte die abendländischen Forscher nicht nur in wissenschaftliche Spekulationen, sondern auch in theologische Diskussionen. »Sollte Gott wirklich allein die Erde mit Kreaturen ausgestattet haben, die ihn anbeten und verehren können?«, fragte Newtons Zeitgenosse Christiaan Huygens rhetorisch.
Als sich der Mönch Giordano Bruno die gleiche Frage stellte, brachte ihn das noch für sieben Jahre in den Kerker und 1600 auf den Scheiterhaufen. Seine Nachfolger – Descartes, Huygens, Newton und viele andere – konnten schon ungestraft über Außerirdische nachdenken. Huygens meinte in seinem postum 1698 veröffentlichten Werk »Kosmotheoros«: Weil Jupiter und Saturn viel größer sind als die Erde, müssten auch die Menschen dort viel größer sein. Pa-rallel zu den Spekulationen über die Außerirdischen entbrannte ein heftiger Streit über die Frage: Braucht jede Welt ihren eigenen »Erlöser« – oder hat Jesus alle Welten gleichzeitig erlöst?
Selbst das moderne Konzept der »alien abduction« – also Entführung und Missbrauch von Menschen durch Außerirdische – taucht bereits im 17. Jahrhundert auf. Der französische Schriftsteller Cyrano de Bergerac erzählt in »Komische Geschichte der Staaten und Reiche des Mondes und der Sonne« (1650) von Mondmenschen, die Erdbewohner kidnappen und in einen Kerker sperren – mit dem Ziel, möglichst viele Menschenkinder zu züchten.
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